L269 zwischen Riegelsberg und Püttlingen Fahrbahnerneuerung, beide Fahrtrichtungen gesperrt, von 17.08.2018 17:00 Uhr bis 19.08.2018 20:00 Uhr (16.08.2018, 12:25)

Priorität: Normal

24°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
24°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Saargummi will mit neuer Technologie Kosten sparen

Eine Saargummi-Mitarbeiterin beim Anfertigen von Dichtungen.Saargummi hat ein Verfahren
entwickelt, bei dem ein Roboter die Dichtungen vom Endlos-Band an Autotüren verklebt.

Eine Saargummi-Mitarbeiterin beim Anfertigen von Dichtungen.Saargummi hat ein Verfahren entwickelt, bei dem ein Roboter die Dichtungen vom Endlos-Band an Autotüren verklebt.

Bislang stellt das Unternehmen aus Wadern-Büschfeld Türdichtungen in Endlos-Verfahren nur für Daimler und Ford her – 25 Millionen Meter waren es insgesamt im vergangenen Jahr. „Der nächste Schritt, den wir gerade gehen, ist, das auch an der Karosserie zu machen“, also dort, wo die Tür anschlägt, sagt Christian Kast, der bei Saargummi für Automotive-Projekte zuständig ist. Nach der heute üblichen Technik wird die Dichtung auf eine Metallleiste aufgesteckt, künftig könne sie direkt auf die Karosseriefläche aufgeklebt werden, erläutert Kast. Und das spart Gewicht. „Wir reden dabei von um die 2,5 Kilo pro Fahrzeug“, sagt er. Da die Autobauer „Zehn-Gramm-Weise nach Einsparungen suchen, sind 2,5 Kilo wirklich viel“, erläutert der neue Saargummi- Chef Holger Oertel die Bedeutung des neuen Verfahrens. Einen Kunden hat Saargummi dafür bereits vor einem Jahr gewonnen. Namen nennt Oertel nicht. Aber es gehe um die Ausstattung von 250 000 Autos pro Jahr. Produktionsstart soll 2015 sein.

Daneben hofft Saargummi darauf, noch mehr Autobauer von Endlosdichtungen zu überzeugen. Bislang nutzen Daimler und Ford die Technik – Daimler inzwischen in fast allen Limousinen. Nur die S-Klasse fehle noch, die kommt laut Kast im nächsten Jahr hinzu. Ford verbaut Endlosdichtungen im Saarlouiser Werk für den Focus. Dass Saargummi noch nicht mehr Kunden für die Endlosdichtung hat, hänge mit der komplexen und teuren Fertigungstechnik zusammen, die für die Montage nötig ist.

Die Erstinvestition verschlinge Millionen Euro, sagt Kast. Dafür fielen aber im Unterschied zur heute üblichen Fertigungstechnik bei Modellwechseln praktisch keine Folgeinvestitionen an. Dass neben Daimler auch ein Massenhersteller wie Ford die Technik einsetzt, habe ein Umdenken ausgelöst. „Man merkt, dass die Zurückhaltung langsam weicht“, sagt Kast in Hoffnung auf neue Großaufträge. Die kann das unter den Folgen der Insolvenz leidende Unternehmen gut gebrauchen.

© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein