Deutschmühlental zwischen Gersweilerstraße in Saarbrücken und Dr.-Vogeler-Straße in beiden Richtungen Vollsperrung, Unfall (04:49)

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Saarländer sind auf der Suche nach Entspannung

Die Physiotherapeutin und Inhaberin der Praxis und Akademie Physiovital in Eppelborn bildet als Partner der IHK die Fachkräfte für Wellness und Gesundheit aus. In 150 Stunden lernen sie unter anderem Massagetechniken zur Entspannung und Gesundheitsvorsorge. Der Großteil der Teilnehmer seien Frauen, die sich meist selbständig machten, um als Honorarkräfte zum Beispiel in einer Sauna zu arbeiten, berichtet Fuchs.

Bisher habe das Saarland dem Wellness-Trend nachgehängt, sagt auch Fuchs.  Doch inzwischen sei er angekommen. Die Nachfrage nach solchen Fachkräften sei da und könnte noch steigen, meint sie.

"Wegen der Beschneidung von Seiten der Krankenkassen könnte man sich denken, dass die Leute an Massagen sparen. Aber das Gegenteil ist der Fall", sagt Götten. Wellness habe sich etabliert. Götten: "Die Leute haben erkannt, dass sie sich um sich kümmern müssen."

Wellness beinhalte zwar Entspannung, sich eine Auszeit vom Alltag zu gönnen und auf sich zu achten. Wellness habe aber auch einen Gesundheits-Aspekt und könne der Vorsorge dienen. "Jahrelang habe ich mir die Zeit nicht gegönnt", sagt eine Kundin, die zweimal die Woche zur Massage kommt. "Ich hätte das viel früher tun sollen, seitdem geht es mir viel besser."

Entspannung suchen viele Menschen auch in der Sauna. Etwa 150 000 besuchten 2008 die Sauna- und Wellnesslandschaft des Erlebnisbades Calypso im Deutschmühlental, die die größte im Saarland sei, wie Sabrina Fischer, Assistentin der Geschäftsführung, mitteilt. Seit der Eröffnung des Bades sei der Bereich Sauna mit Aufgießern und Masseuren personell am stärksten gewachsen. Das Wellness-Angebot, das unter anderem aus verschiedenen Massagen besteht, laufe sehr gut. Und jetzt in der Vorweihnachtszeit boome das Geschäft mit den Gutscheinen. Eindeutig liege es im Trend, Wellness zu verschenken, bestätigt auch Barbara Götten.

Wohlfühlmassagen gebe es bei ihm keine, sondern medizinische Massagen, also von Ärzten verordnet, sagt hingegen Dieter Evers, Masseur und medizinischer Bademeister und seit 38 Jahren Inhaber des Saunabades St. Arnual in der Bruchstraße. In die Sauna komme zu 90 Prozent Stammpublikum. Wellness schließe auch "Wärmestuben", wie Evers Saunen mit Niedrigtemperatur nennt, mit ein. Eine klassische Sauna wie seine habe neben dem Entspannungseffekt auch eine gesundheitliche Wirkung.

Regelmäßige Saunabesuche stärken das Immunsystem, sagt auch Jutta Braun. Die staatlich geprüfte Masseurin führt seit zehn Jahren die Felsensauna in der Mainzer Straße. Auch hier gibt es Wellness-Angebote wie Kräuterstempel oder ayurvedische Massagen. Und die werden seit zwei Jahren verstärkt nachgefragt, bestätigt Braun den Wellness-Trend. "Weil die Anforderungen im Berufsleben immer größer werden, haben immer mehr Leute das Bedürfnis nach Entspannung", sagt sie. Auch bei ihr läuft das Geschäft mit den Wellness-Gutscheinen derzeit "sehr gut". "Die Leute haben erkannt, dass sie sich um sich kümmern müssen."

Barbara Götten

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