Saarland: Quierschied; L 262 aus Maybach in Richtung Bildstock, Höhe der AS Friedrichsthal-Bildstock, Maybacher Weg, Gefahr durch defekten LKW (Schwertransport), rechte Fahrbahn blockiert, Verkehrsbehinderungen, Verkehrsführung geändert (04:55)

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Saarländerin geht mit derben Sprüchen gegen Komasaufen vor

Sandy Horáková

Sandy Horáková

Eigentlich ist die 1,58 Meter große Sandy Horáková zierlich, feminin und wohlerzogen. Aber wenn sie als Mick auf der Bühne steht, schreit sie rum, haut gerne mal derbe Sprüche raus und könnte optisch auch ein Junge sein. Das Stück „Kom(m)a Saufen“, das die Saarländerin mit dem Autor Frank Becker erarbeitet hat, greift den Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen auf. „Im Saarland müssen jedes Jahr rund zehn Prozent der Zehn- bis Zwanzigjährigen in einer Klinik behandelt werden“, sagt sie. Damit liege das Saarland deutschlandweit auf Platz eins der Statistik.

„Mit dem Stück gehen wir dahin, wo die Kids sind: in Schulen, Präventions-Einrichtungen, Jugendclubs“, erklärt sie das Projekt und ergänzt: „Es geht nicht darum, den Zeigefinger zu erheben.“ Vielmehr sollen die Heranwachsenden für die Problematik und die verborgenen Gefahren sensibilisiert werden, sie sollen lernen, Signale in ihrem Freundes- und Familienkreis zu erkennen. Nach der Aufführung sprechen Horáková und Becker dann mit ihrem Publikum über das Stück und eigene Erfahrungen.

Mit der bisherigen Resonanz auf ihre saarlandweiten Aufführungen ist die gebürtige Neunkircherin mit slowakischen Wurzeln sehr zufrieden: „Ich schlüpfe in verschiedene Charaktere, so dass sich jeder Jugendliche mit mir identifizieren kann.“ Auch das Feedback der Betreuer und Lehrer sei super.

Um ihren Traum von einer professionellen Schauspiel-Karriere zu verwirklichen, ging Horáková schon als Schülerin in die USA, besuchte die New York Film Academy und übernahm erste Rollen in Kurzfilmen, die bei internationalen Festivals ausgezeichnet wurden. Ihre Mischung aus Jugendlichkeit und Reife ermögliche ihr ein breites Spektrum an Spielmöglichkeiten, sagt sie. Zumal Offenheit, Neugier und Energie zu ihren Markenzeichen gehörten. Unter anderem wirkte Horáková so in den vergangenen Jahren als Kommissarin in der Sat1-Produktion „Yasmin – Unheimliche Mitbewohnerin“ sowie in verschiedenen Kurz- und Image-Filmen mit. Zudem spielte sie in Krimi-Dinner-Shows mit und war auf den Kreuzfahrtschiffen von „Aida Cruises“ tätig. Auf dem Festland ist die Schauspielerin beruflich deutschlandweit unterwegs.

Der Liebe wegen kam sie dann 2014 ins Saarland zurück: „Ich wollte mich hier komplett neu aufstellen“, sagt Horáková. Mit Erfolg: Kürzlich war sie in der SR-„Tatort“-Folge „Totenstille“ als Hotel-Rezeptionistin zu sehen. Zudem stand sie unter anderem in den Stücken „The Rocky Horror Show“ und „Don Giovanni“ auf der Bühne des Saarländischen Staatstheaters und spielte in dem Neunkircher Musical „Steam“ mit.

Zukünftig möchte Horáková im Saarland neben Film- auch Theaterrollen übernehmen und ihr eigenes Projekt weiter ausbauen. Geeignete Themen hierfür seien etwa Mobbing und die sozialen Medien, überlegt die Neunkircherin.
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