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Saarland fordert Ausbau der Fernzug-Verbindungen

Er kommt mit zweijähriger Verspätung: der Gipfel zwischen dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, und der Landesregierung. Zwei Stunden sind heute (Donnerstag, 6. März 2014) ab 14 Uhr in der Staatskanzlei angesetzt für ein Spitzengespräch zwischen Grube und Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer. Der Klärungsbedarf ist groß, die Erwartungen sind hoch.

Seit der Bahnreform 1994 wurde die Zahl der Beschäftigten an der Saar von 6500 auf heute 2800 gesenkt. Arbeitnehmer-Vertreter kritisierten stets einen im Vergleich zu anderen Regionen überproportionalen Personalabbau, während die jeweils amtierenden Bahnchefs bei Besuchen an der Saar immer wieder zusätzliche Dienstleistungen in Aussicht stellten. „Am Ende hat sich der Personalabbau immer weiter fortgesetzt.


Grube muss Ankündigungen endlich Taten folgen lassen und den Standort wieder aufwerten“, sagt Ralf Damde, der Vorsitzende der Eisenbahner- und Verkehrsgewerkschaft an der Saar. Grube hatte zuletzt bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) eine Aufstockung des Personals und neue Dienstleistungen an der Saar in Aussicht gestellt. Das Unternehmen wolle hier in Zukunft eher mehr machen, hieß es damals.

Gewerkschafter Damde setzt auf den Ausbau des Kunden-Service. Jeder Nahverkehrszug solle wieder einen Zugbegleiter haben, bei dem man auch Fahrkarten kaufen könne. Präsenz bringe ein Gefühl von Sicherheit. Längere Öffnungszeiten an den Schaltern seien auch ein Beitrag zu mehr Kundenbindung.

Land und Saar-Wirtschaft drängen auf einen Ausbau der täglichen Fernverkehrs-Verbindungen nach Paris und Frankfurt. Grube, wie auch schon sein Vorgänger Hartmut Mehdorn, hat die Erhöhung von fünf auf sechs oder sieben Zugpaare täglich in Aussicht gestellt. Bisher sei nichts passiert, kritisieren Land und IHK. Zudem dürfe es nicht zu einer Verringerung der Intercity- und Eurocity-Verbindungen ab Saarbrücken kommen. Unternehmer müssten auch am späteren Vormittag schnell Kunden erreichen können.

Wenn man ein positives Image für das Saarland aufbauen wolle mit dem Slogan „Großes entsteht immer im Kleinen“, dann müsse man schnell erreichbar sein, mahnt Georg Brenner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK). „Wenn ich Menschen für Tagungen hierher bekommen will, aber schwer erreichbar bin, kommt keiner.“ Christian Weber, geschäftsführender Gesellschafter der Homburger Karlsberg-Brauerei, bestätigt: „Als Universitätsstadt und Standort zahlreicher Unternehmen sind wir in Homburg auf schnelle Erreichbarkeit und attraktive Fernverbindungen angewiesen, auch international. Unsere Brauerei hat einen hohen Geschäftsanteil in Frankreich. Wir brauchen gute Bahn-Verbindungen nach Straßburg und Paris. So können wir Kontakte pflegen.“ ts
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