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Saarland hat ein neues Jagdgesetz

Bei den Regierungsfraktionen klang fast ein wenig Erleichterung durch, als sie gestern im Landtag die Endfassung des neuen Jagdgesetzes vorstellten. „Jetzt kann sich die Politik im Lande wieder anderen Themen zuwenden“, sagte Magnus Jung (SPD). Nach langwierigen Debatten hat der Landtag das Gesetz gestern mit den Stimmen von CDU und SPD verabschiedet. Immer wieder war dabei von „pragmatischen Regelungen“ die Rede.

„Wir konnten nicht allen Interessen von Jägern, Tierschützern und anderen Verbänden gerecht werden, und das wollten wir auch nicht“, betonte Umweltminister Reinhold Jost (SPD). „Wir brauchen uns für dieses Gesetz nicht zu schämen.“

So ist künftig unter anderem der Abschuss von wildernden Hunden nur noch in Ausnahmefällen erlaubt, die Schonzeit für einige Tiere wie Wildenten und Iltisse wurde verlängert, das Verbot bleihaltiger Munition wurde auf 2016 verschoben und Jagdhunde dürfen nicht mehr an flugunfähig gemachten Enten ausgebildet werden.

Harsche Kritik kam von den Grünen: Das Jagdgesetz sei genau genommen ein Jägergesetz. „CDU und SPD haben die Jägervereinigung bevorteilt und alle anderen Gruppen außen vor gelassen“, schimpfte Fraktionschef Hubert Ulrich.Günter Heinrich (CDU) reagierte gelassen auf die Vorwürfe: Seit 30 Jahren beschäftige er sich mit der Jagd, „Änderungen am Jagdgesetz haben schon immer für Aufregung gesorgt“.

Dass das neue Gesetz vor allem der Jägerschaft zugute komme, wies er zurück.Die Piraten sahen das jedoch ähnlich wie die Grünen. Der Vereinigung der Jäger werde eine Sonderstellung eingeräumt, obwohl alle anderen Verbände in den Anhörungen zum Gesetz dies deutlich kritisiert hätten, erklärte die Abgeordnete Jasmin Maurer. Auch die Linke lehnte das Gesetz ab, distanzierte sich aber von den Grünen. „Wir sehen noch deutlichen Redebedarf“, begründete Dagmar Ensch-Engel die Ablehnung. Das habe die Anhörung gezeigt, die die Diskussion erst richtig in Gang gebracht habe.
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