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Saarlandpokal: 1. FCS gewinnt 1:0 bei Borussia NK

Von Sebastian Zenner und Patric Cordier (SZ)

Neunkirchen. Die Überraschung blieb aus, aber der Favorit hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Der 1. FC Saarbrücken steht im Halbfinale des Fußball-Saarlandpokals. Der Drittligist besiegte am Mittwochabend Oberligist Borussia Neunkirchen mit 1:0 (0:0). Vor 4000 Zuschauern im Neunkircher Ellenfeldstadion erzielte Marius Laux in der 62. Minute das Tor des Tages. Nach einem Diagonalball von Lukas Kohler hatte Sven Sökler das Auge für den Mitspieler. Laux nahm die Kugel kurz an und versenkte dann unhaltbar für Borussen-Torwart Sebastian Grub im rechten unteren Eck. „Für die Neunkircher war es das Spiel des Jahres, so sind sie auch aufgetreten“, lobte der Torschütze den Gegner, „im Endeffekt hatten wir Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind“.
Neunkirchen trifft die Latte

Die Partie begann nämlich mit einem Paukenschlag des Oberligisten. Artur Mezler scheiterte mit einem fulminanten Schuss aus gut 25 Metern an der Querlatte. Enver Marina, der Ex-Borusse im FCS-Tor, wäre wohl chancenlos gewesen (6.). Keine 60 Sekunden später parierte Marina einen Schuss des Ex-Saarbrückers Pascal Stelletta und verhinderte so den frühen Rückstand für den Favoriten. „Die Borussia hat uns richtig unter Druck gesetzt, aber es macht auch Spaß, gegen den alten Verein zu gewinnen“, sagte Marina, für den Spiele im Ellenfeld immer etwas Besonderes sind: „Ich habe immer noch großen Respekt vor diesem Verein. Aber jetzt ist der FCS mein Zuhause.“

Erst nach gut einer Viertelstunde war ein abgefälschter Schuss von Marius Laux das erste offensive Lebenszeichen des Drittligisten. Nach einer knappen halben Stunde hatte der Gastgeber die letzte nennenswerte Chance im ersten Durchgang, als Spielmacher Selcuk Kaben einen Freistoß aus 24 Metern gefühlvoll neben das FCS-Tor schlenzte. Bis zum Pausenpfiff von Schiedsrichter Willy Bauer (Büschdorf) – er war kurzfristig für den erkrankten Patrick Alt eingesprungen – änderte sich am tor- und trostlosen Spiel nichts mehr.

Nach dem Wechsel hatte Borussia die große Möglichkeit, in Führung zu gehen. Nach einem Fehler im Zusammenspiel von Stephan Sieger und John Adam Straith machten sich Selcuk Kaban und Nazif Hajdarovic auf den Weg zum FCS-Tor. Doch nach Kabans Querpass verstolperte Hajdarovic die erste Möglichkeit, die zweite setzte er in die Wolken (49.). „Ich muss das Ding einfach machen“, meinte Hajdarovic enttäuscht, „der Ball springt zwar vorher auf, aber das darf keine Ausrede sein“. Mit fortschreitender Spielzeit bekam Saarbrücken die Partie besser in den Griff, ohne allerdings zu glänzen. Johannes Wurtz scheiterte an Grub (58.), Sökler lupfte nach schönem Solo über den Torhüter am Kasten vorbei (73.). So blieb es beim nicht unverdienten Erfolg der Gäste.

„Wir hatten am Anfang die klar besseren Chancen“, sagte Borussias Mittelfeldspieler Pascal Stelletta, „wir haben eine Mannschaft mit großer Qualität. Das haben wir heute gezeigt. Aber jetzt müssen wir uns auf die Liga konzentrieren“.
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