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Sängerin Elzbieta aus Schiffweiler will mit Band zum Song Contest

Mit fast einem Viertel der Zuschauerstimmen konnten sich Elaiza als Gewinner der so genannten „Wildcard“ kürzlich für die deutsche Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest in Dänemark qualifizieren. Am 13. März, 20.15 Uhr, tritt das junge Trio nun neben charterfahrenen Künstlern wie Unheilig, Santiana und den Baseballs bei der Live-Übertragung der ARD-Show aus Köln an. Während die Mädels in den Medien als Berliner Band angekündigt werden, verrät Frontfrau Ela, die eigentlich Elzbieta Steinmetz heißt: „Ich komme aus Schiffweiler und wohne noch immer im Saarland.“ Wobei ihre Vita fast so international ist wie der Eurovision Song Contest: Sie wurde in der Ukraine als Kind eines Ukrainers und einer Polin geboren und zog nach dem Tod ihres Vaters mit der Mutter nach Schlesien. Als diese dort einen Bergmann aus Schiffweiler kennenlernte, kam die Musikerin mit acht Jahren ins Saarland. Um ihren großen Traum, Musikerin zu werden, in die Realität umzusetzen, pendelt die heute 21-Jährige seit ihrem 16. Lebensjahr zwischen ihrer Heimat und Berlin hin und her. „Dort hat man als Künstler die Möglichkeit, sich schneller zu entwickeln“, erklärt sie.

Bereits während ihrer Abizeit am Gymnasium am Krebsberg in Neunkirchen hatte sie in der Bundeshauptstadt erste Jobs als Sängerin und Songschreiberin. Dort lernte Ela auch in einem Tonstudio die Akkordeonspielerin Yvonne Grünwald kennen, die aus Sachsen-Anhalt stammt. Mit der Kontrabassistin Natalie Plöger, auf die sie bei einer Schnapsverkostung aufmerksam wurde, war „Elaiza“ schließlich komplett. Die bisherige Karriere der drei verlief rasant: Das erst Anfang 2013 gegründete Neo-Folklore- Trio hatte schnell eigene Songs fertig, gewann beim „Women of the World“-Festival den Nachwuchspreis und arbeitet momentan an seinem Debüt-Album. Die Ziele des Trios für den deutschen Vorentscheid sind eher bescheiden: „Dass wir es überhaupt nach Köln geschafft haben, ist schon der Oberhammer“, sagt Ela. „Nun freuen wir uns riesig darauf, dass wir diesen Moment mit den Großen teilen dürfen.“ Ihre sieben zum größten Teil bekannten Konkurrenten kennen die Musikerinnen bisher nur aus dem Fernsehen.

Aber wer weiß, der Eurovision Song Contest war auch schon in den vergangenen Jahren immer wieder für Überraschungen gut. Zumindest hat ihr Titel „Is it right“, mit dem sie sich qualifiziert haben, Ohrwurm- Potenzial. Doch die drei denken eher Schritt für Schritt. Vergleiche mit der saarländischen Sängerin Nicole, die 1982 erstmals den Wettbewerb für Deutschland gewann, liegen für Ela deshalb noch in weiter Ferne. Vor ihrem großen TV-Auftritt in Köln stehen nun zahlreiche Pressetermine und Proben an. Deshalb ist Ela zur Zeit mit ihren Kolleginnen in Berlin. Vor ihrem Konzert Anfang 2014 in Neunkirchen hätten die drei aber viel in ihrer Heimat geübt, sagt sie. Dort könne sie von der Großstadt-Hektik wieder zur Ruhe kommen: „Ich finde das Saarland cool und werde dort auch wohnen bleiben“, sagt sie. Zu ihrem Dialekt, den sie nie vollständig verbergen könne, stehe sie ebenfalls.
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