A8 Saarlouis Richtung Luxemburg AS Merzig-Schwemlingen Anschlussstelle gesperrt, Fahrbahnerneuerung, Dauer: 24.04.2018 09:00 Uhr bis 30.05.2018 16:00 Uhr (24.04.2018, 06:36)

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Priorität: Dringend

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Schlägerei in St. Wendel endet in Verfolgungsjagd

Polizei und Krankenwagen nahe des Tatorts.

Polizei und Krankenwagen nahe des Tatorts.

Gebrüll und Geschrei nahe der Sitzinsel oberhalb der Tiefgaragenausfahrt. Plötzlich rennen Jugendliche einem weiteren im Sprint hinterher. Der Verfolgte will sich in einen nahe gelegenen Frisörsalon retten. Dessen Besitzer sperrt sofort die Tür ab. Ungläubige Blicke von Kunden auf den Frisierstühlen, die aus dem Fenster auf die Hetzjagd starren. Die Verbarrikadierten wirken auf ihren Sitzen erstarrt.

Wie von der Tarantel gestochen, rennen junge Männer an einer Frau vorbei, die mit ihren Kinderwagen just zu jenem Zeitpunkt vorbeigeht. Es sieht so aus, als würde die Horde es in Kauf nehmen, die Mutter samt Säugling über den Haufen zu rennen. Sie reagiert völlig erschrocken. Weiter rennen die Schläger am Kugelbrunnen Richtung Domgalerie weiter, beschimpfen sich, reißen sich an den Jacken. Prügeln aufeinander ein. Ein Mädchen hält einen der Wutschnaubenden an seiner Jacke fest. Der geht sie an: „Lass mich los!“ Sie erwidert lautstark: „Nein, bleib hier!“ Er reißt sich nicht los.

Mit heftigen Kraftausdrücken wollen die Kontrahenten Stärke beweisen. Nach wenigen Minuten kehren sie zurück zum Ausgangspunkt, strammen Schrittes. Ihren Gesichtsausdrücken ist abzulesen: Die blinde Wut hat sich nicht im Geringsten gelegt. Einem etwas bullig wirkenden jungen Mann läuft Blut über die Nase. Ein schlaksiger Jugendlicher hinter ihm ruft: „Alter, der hat meinen Freund geschlagen. Alter, weißt Du, wie's mir geht? Wer den angreift, dem schlag' ich mit der Faust in die Fresse.“

Ein Passant bat unterdessen eindringlich eine Frisörin durch die abgesperrte, gläserne Ladentür, die Polizei zu rufen. Kurz darauf Martinshörner, deren Alarm rasch näher kommt. Mit hoher Geschwindigkeit schießt ein Streifenwagen um die Ecke, bleibt nahe der Sitzgruppe stehen. Zwei Beamte steigen aus. In diesem Moment rennt die ganze Meute quer über die Mott in Richtung Bahnhof davon. Darunter auch einer der im Gesicht Verletzten. Von der Gegenseite nähert sich kurz darauf ein Polizeikleinbus sowie ein Krankenwagen . Die Ermittler vernehmen einige Übriggebliebene, zumeist Mädels, die nicht davongelaufen sind.

Die Polizei ermittelt nach SZ-Informationen zurzeit. Ob sie schon Tatverdächtige fasste, steht aus. Der Auslöser für die kurze, aber heftige Hetzjagd in der City ist noch unklar.
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