A8 Saarlouis Richtung Luxemburg AS Merzig-Schwemlingen Anschlussstelle gesperrt, Fahrbahnerneuerung, Dauer: 24.04.2018 09:00 Uhr bis 30.05.2018 16:00 Uhr (24.04.2018, 06:36)

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Priorität: Dringend

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Schlaglöcher: Saarbrücken repariert nicht alle Straßen

Eine SZ-Leser-Reporterin beschwert sich über Schäden in der Bayernstraße. Die Stadt erklärt, sie habe nicht genug Geld, um alle Straßen reparieren zu lassen – also hätten die wichtigsten Vorrang.

Saarbrücken. Löcher, Risse, Rumpelpiste: Eine Bewohnerin der Bayernstraße ärgert sich über einen großen Teil der Fahrbahn. Sie will wissen: „Warum wurde die Bayernstraße nur zu drei Vierteln asphaltiert und ist im letzten Abschnitt in so einem erbärmlichen Zustand?“

Seit sieben Jahren wohne sie in der Bayernstraße. Und seit sieben Jahren habe die Stadt diese Straße ab Hausnummer 33 nicht in Schuss gebracht. Folge: „Man kann die Bayernstraße im hinteren Teil nicht mehr befahren. Und nach ein paar Tagen Dauerregen ist es unmöglich, dort zu Fuß zu laufen, weil alles voller Matsch und Riesen-Pfützen ist.“ Der Bürgersteig sei „nur noch löchriger Schotter“.

"Befahrbare" Buckelpiste
Stadt-Pressesprecher Thomas Blug erklärt: „Die Bayernstraße ist eine Anliegerstraße und Sackgasse. Auf Grund anderer Prioritäten im Haushalt wurde die Straße bislang im hinteren Bereich nicht voll ausgebaut. Ein Ausbau ist auch vorerst nicht vorgesehen. Die Straße ist aber befahrbar, und sie wird auch im Rahmen der Straßenunterhaltung in einem verkehrssicheren Zustand gehalten.“

Was sind die anderen Prioritäten? Nach welchen Kriterien entscheidet die Stadt, welche Straßen saniert werden oder nicht? Wir fragten beim Amt für Straßenbau nach, wie und wann Straßen in Saarbrücken kontrolliert und repariert werden und erfuhren: Die Saarbrücker Straßen werden gemäß ihrer Verkehrsbedeutung nach einem fünfstufigen System kontrolliert. Straßen der Stufe 1 mit besonderer Bedeutung werden alle vier Wochen kontrolliert. Feld- und Wirtschaftswege fallen in die letzte Stufe: Sie werden einmal im Jahr kontrolliert.

Zu wenig Geld für "optimale" Zustände
„Die Bedeutung wurde festgelegt auf Grund von Verkehrszählungen und Erfahrungswerten“, erläutert Reinhold Schmidt vom Amt für Straßenbau: „Sie wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst.“

Was passiert, wenn Schäden festgestellt werden? „Wenn die Schäden eine Verkehrsgefahr darstellen, wird die Örtlichkeit so schnell als möglich, in der Regel am nächsten Tag, bei akuter Gefahr auch sofort abgesperrt oder mit Kaltasphalt provisorisch ausgebessert“, antwortet Schmidt: „Eine endgültige Reparatur findet später statt.“

Weiter berichtet Schmidt: „Alle anderen Schäden werden je nach personellen und finanziellen Möglichkeiten abgearbeitet. Insgesamt kann aber gesagt werden, dass die zur Verfügung stehenden Finanzmittel seit vielen Jahren deutlich zu niedrig sind, um eine wirtschaftlich optimale Straßenerhaltung zu gewährleisten.“

Den Tipp zu diesem Artikel bekam die SZ von einer Leser-Reporterin, die in der Bayernstraße wohnt. Kontakt zur SZ: Per SMS/Fax, MMS mit Foto an Tel. 0681 5958800 oder per E-Mail an leser-reporter@sol.de.






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