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Schulkinder sollen in Container

Derzeit sind schon über 170 Kinder da, und zum neuen Schuljahr werden in der Grundschule Fürstenhausen über 60 Erstklässler erwartet. Nun sollen zwei Container auf dem Schulhof, hier fotografiert am Dienstagmorgen, den Engpass auffangen. Foto: Becker & Bredel

Derzeit sind schon über 170 Kinder da, und zum neuen Schuljahr werden in der Grundschule Fürstenhausen über 60 Erstklässler erwartet. Nun sollen zwei Container auf dem Schulhof, hier fotografiert am Dienstagmorgen, den Engpass auffangen. Foto: Becker & Bredel

Die Grundschule in Fürstenhausen platzt aus allen Nähten, und Lidl will sich am Rinzelrech vergrößern: Der Völklinger Stadtrat steht am kommenden Donnerstag, 26. Januar, vor Entscheidungen, die viele Bürger betreffen.

Zunächst einmal zur Schule in Fürstenhausen: Dort werden bereits über 170 Kinder, die häufig keine Deutschkenntnisse haben, unterrichtet. Anfang kommenden Schuljahres werden über 60 Erstklässler erwartet. Das heißt, dass drei Klassen gebildet werden müssen. Für sie stehen aber derzeit nur zwei Klassensäle zur Verfügung. Dazu kommt ein Engpass bei der freiwilligen Nachmittagsbetreuung. 13 Kinder stehen schon auf der Warteliste. Fürs kommende Schuljahr sind bereits weitere 17 Kinder angemeldet. Dies bedeutet: Hier muss eine dritte Gruppe gebildet werden. Insgesamt heißt das: Man braucht zwei Räume mehr, als vorhanden sind.

Oberbürgermeister Klaus Lorig ( CDU ) schlägt nun dem Stadtrat vor, Container auf dem Schulhof aufzustellen und darin zwei Klassensäle unterzubringen. Dies soll rund 260 000 Euro kosten. Lorig plädiert aus zwei Gründen für diese Lösung: Ein Anbau in Massivbauweise könne nicht bis zum Sommer fertig werden. Zudem sei er auf Grund des absehbaren Bedarfs wirtschaftlich nicht zu vertreten. Der momentane Anstieg sei nämlich in erster Linie auf den Zuzug von Flüchtlingsfamilien und EU-Neubürgern zurückzuführen, so Lorig. Schulleiterin Maria Geibel befürwortet die Lösung, bekräftigt aber: „Außer Raum brauchen wir auch ausreichend Sprachförderer.“ Dafür ist allerdings nicht die Stadt, sondern das Land zuständig.

2005, bei der Grundschulreform im Saarland, hatte der Standort Fürstenhausen bereits auf der Kippe gestanden. Er überlebte, indem man dem Schulbezirk einen Teil der Innenstadt zuschlug. Inzwischen kommen auch in Fürstenhausen wieder mehr Kinder zur Welt. Und wegen der Migranten-Kinder stehen auch Innenstadt-Schulen wie die Bergstraße an der Belastungsgrenze.

Zum Thema Lidl : Die Einkaufsmarkt-Kette hat bereits eine gut gehende Filiale am Sonnenhügel. Sie will nun auf der anderen Seite der Püttlinger Straße, am Rinzelrech in der Nähe des Kreisels beim Autohaus Heisel, einen neuen Markt mit 1450 Quadratmetern Verkaufsfläche bauen. Der Völklinger Ortsrat hat bereits Nein zu dem Vorhaben gesagt. Die Politiker dort sorgen sich um den Reit- und Fahrverein, dessen Koppeln vor Ort liegen. Im Ortsrat möchte man auch, dass dann der alte Lidl-Markt zu Gunsten einer Grün- oder Wohnfläche abgerissen wird.

Der für das Unternehmen tätige Projektmanager Rainer Koppers hat dagegen in den Raum gestellt, dass Lidl die Filiale am Sonnenhügel in einigen Jahren schließe, wenn ein Neubau scheitere. Und dann hätten es auch die Anwohner am Sonnenhügel nicht mehr so bequem mit dem Einkaufen.

Nach dem Ortsrat hat nun der Stadtrat das entschedende Wort. Die öffentliche Sitzung beginnt um 18 Uhr im Großen Saal des Neuen Rathauses.

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