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Seit 20 Jahren im Kampf gegen Drogen

„Es gibt für uns zwar keinen Grund zu jubeln, aber wir haben im Vergleich zu damals viel erreicht“, betonte Dr. Karl Guterl, Abteilungsarzt der Station D 1. Längst sei die Behandlung eines Suchtkranken zu einer Pflichtleistung der Krankenkassen geworden. „Das hat es früher nicht gegeben,“ erklärte Guterl. Dass Drogenabhängige nicht mehr zur totalen Abstinenz gezwungen werden, sondern ihnen eine Drogen-Substitution (Heroin wird durch das Opioid Methadon ersetzt) offenstehe, verglich der Mediziner mit einer „kopernikanischen Wende“ in der Suchtkrankenhilfe. Gerade die so genannte Beigebrauchentgiftung habe sich im Sinne der Patienten als erfolgreich erwiesen, so Guterl.

Seit 1991 seien in der Station D 1 auf dem Saarbrücker Sonnenberg rund 7000 Frauen und Männer behandelt worden. 350 bis 400 seien es pro Jahr. „Die Patienten halten sich im Schnitt zehn bis 14 Tage hier auf“, sagte der Chefarzt der Psychiatrischen Klinik, Dr. Wolfgang Hofmann. Mit der Zeit habe man auch eine rückläufige Abbrecherquote unter den Patienten festgestellt. „In den Anfangsjahren lag die Quote mit etwa 85 Prozent enorm hoch“, sagte Guterl. Da heute das Gros der Drogenabhängigen sogenannte substituierte Patienten ausmachen, würden mindestens 70 Prozent die Station nicht vorzeitig verlassen.

HINTERGRUND

Im Saarland nahm im April 1991 die Station D 1 – vor dem Hintergrund des bundesweiten Modellprojektes „Drogenentgiftung“ – auf dem Gelände der SHG-Kliniken Sonnenberg in Saarbrücken ihre Arbeit auf. Die Einrichtung verfügt über insgesamt zwölf Plätze für Drogenabhängige ab 18 Jahren. bera

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