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Seit 25 Jahren gibt's im Saarland Polizistinnen

Nachdem die Stadt Berlin 1978 den Anfang gemacht hatte, zog die saarländische Schutzpolizei 1986 nach und stellte zum ersten Mal Frauen für den uniformierten Polizeivollzugsdienst ein.

Damals mit dabei war auch die heute 46-jährige Katja Müller, Kriminalhauptkommissarin im saarländischen Landeskriminalamt (LKA). Nach dem Abitur wollte die gebürtige Saarbrückerin eigentlich direkt zur Polizei, doch damals wurden im Saarland noch keine Frauen eingestellt. „Also habe ich erst einmal eine Ausbildung als Arzthelferin begonnen. Aber im Februar 1986 hab ich dann gerüchteweise gehört, dass die Polizei jetzt auch Frauen nimmt,“ sagt Müller. Das Gerücht erwies sich als wahr und am 26. Februar gab die junge Frau hoch motiviert ihre Bewerbung ab – zwei Tage vor Bewerbungsschluss.

Genau wie die männlichen mussten auch die weiblichen Bewerber ein Auswahlverfahren durchlaufen, das aus einer ärztlichen Untersuchung, einem Sporttest sowie einer schriftlichen und mündlichen Prüfung bestand. Katja Müller erinnert sich noch gut: „Damals galt der Grundsatz alle machen das Gleiche“, eine geschlechtsspezifische Bewertung des Sporttests, wie es sie heute gibt, war nicht vorgesehen. Doch noch während der Tests wurden einige Regeln geändert und den Frauen einige Erleichterungen, beispielsweise bei den Klimmzügen, gewährt.

In ihrem dritten Ausbildungsjahr konfrontierte Katja Müller die Polizeibehörde mit einem Problem, mit dem sich diese vor 1986 noch nie befassen musste: Sie wurde schwanger. „Da war die Aufregung groß, das gab es ja noch nie“ so die heutige Mutter von zwei Kindern. Zudem war Müller damals noch nicht verheiratet, was bei einigen älteren Kollegen für Empörung sorgte. Nach einem Jahr Erziehungsurlaub und einem weiteren Jahr Ausbildung, trat die junge Polizistin dann 1992 ihren Dienst im Revier Brebach an. Seitdem hat sie an ihre Karriere gearbeitet. Müller wurde Kommissarin, wechselte zum saarländischen Landeskriminalamt und ist dort für Grundsatzangelegenheiten in Jugendkriminalität, Jugendschutz und häusliche Gewalt zuständig. Weibliche Polizisten sind während ihrer Dienstzeit zwar häufiger geworden, sind jedoch in der Minderheit geblieben. Der Anteil an Frauen in der saarländischen Polizei beträgt zurzeit circa 13 Prozent.

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