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Selbstjustiz: Haftstrafen für zwei Sulzbacher

Saarbrücken. Nach einer „brutalen Aktion von Selbstjustiz“ hat das Landgericht gestern zwei Männer aus Sulzbach zu jeweils dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Duo ist 20 und 32 Jahre alt. Die beiden hatten im Januar 2011 den Lebensgefährten der Mutter des jüngeren Angeklagten zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt. Der Mann hatte zuvor offenbar die 40 Jahre alte Frau misshandelt. Sie saß mit auf der Anklagebank, weil sie ab einem gewissen Punkt mitgeschlagen oder getreten hatte. Deshalb wurde sie zu acht Monaten Gefängnis mit Bewährung verurteilt. Zum Zeitpunkt der Tat lebte die Frau mit dem späteren Opfer in Völklingen.

Ihre Beziehung war geprägt durch ständige Alkohol- und Gewaltexzesse, so ein Verteidiger. Der Mann habe sie aufs Übelste misshandelt, ihr beispielsweise ein Hakenkreuz ins Bein geritzt. Davon habe der 20- Jährige, der schon länger nichts mehr mit seiner Mutter zu tun hatte, gehört. Gemeinsam mit seinem Mitbewohner habe er sich massiv betrunken und sei nach Völklingen zur Wohnung der Mutter. Ihr Plan: Der Mann sollte eine Abreibung bekommen und erfahren, wie es ist, Schmerzen zu erleiden.

Vor Ort machte der Mann die Tür auf. Er wurde in die Wohnung gestoßen und äußerst aggressiv misshandelt, geschlagen und getreten, auch als er am Boden lag. Nachbarn hörten den Lärm und riefen die Polizei. Als die Beamten eintrafen, flüchteten die beiden Angeklagten. Die Mutter blieb zurück und erzählte, sie selbst habe ihren Lebensgefährten so misshandelt. Aber das glaubte ihr niemand. Der Mann hatte diverse Prellungen an Kopf und Brustkorb, eine stark blutende Kopfverletzung, gebrochene Rippen, ein Loch in der Lunge und ein Schädel-Hirn-Trauma. Sein linkes Ohr ist zudem taub. Fazit der Richter: „Um Haaresbreite ist es um das Leben eines Menschen gegangen. Man kann nur spekulieren, was passiert wäre, wenn die Nachbarn nicht die Polizei gerufen hätten.“ wi

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