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Sensationeller Sieg: 1. BC Bischmisheim holt den Badminton-Europapokal ins Saarland

Zwolle/Saarbrücken. Es war die vielleicht ausgelassenste Rückfahrt von einem Turnier, die die Spieler des Badminton-Bundesligisten 1. BC Saarbrücken-Bischmisheim je hinter sich gebracht haben. Die 480 Kilometer vom holländischen Zwolle, wo der BCB am Sonntag sensationell den Europapokal gewonnen hatte, nach Saarbrücken vergingen wie im Flug.

Schuld war neben der grandios großen Siegertrophäe im Kofferraum und der Euphorie ob des Triumphes im Finale über die mit Nationalspielern gespickten Titelverteidiger von Favorit Ramenskoje natürlich auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. „Wir haben das Spiel gegen England im Radio gehört“, erzählte Team-Manager Thomas Tesche gestern, „das wurde im Auto irgendwann zu einem einzigen riesigen Gegröhle.“ Zum Feiern blieb dann am Sonntagabend keine Kraft mehr – die Rückfahrt im allgemeinen und die sportlichen Höchstleistungen der Tage zuvor im besonderen ließen keinen Zug durch die Stadt mehr zu. „Um 21 Uhr sind wir angekommen – und jeder wollte nur noch nach Hause. Wir waren alle völlig platt“, sagte Tesche. Gestern Abend wurde die Siegesfeier dann in einem Restaurant in Saarbrücken nachgeholt.



Aufholjagd im Halbfinale

Dort war dann auch Zeit zur Reflexion – und die Gedanken der Spieler gingen vor allem zum Halbfinale zurück. Da lag der BCB gegen die russische Mannschaft Nizhni Novgorod mit 0:2 zurück. Olga Konon im Dameneinzel sowie das Herrendoppel Johannes Schöttler/Kristof Hopp glichen aus. Und dann kam der unwiderstehliche Auftritt von Olga Konon und Emma Wengberg im Damendoppel gegen die russischen Europameisterinnen. Nina Vislova/Valeria Sorokina. Die erst 21 Jahre alte Konon und die 23 Jahre alte Wengberg spielten „unglaublich“, wie Tesche beschreibt. Vor allem in der Phase, als der BCB im dritten Satz mit 11:16 hinten lag. „Da hat Emma die wohl fünf besten Minuten ihres bisherigen Badmintonlebens gehabt“ sagt Tesche. Die BCB-Mädels gewannen 21:19, und Marcel Reuter machte den Finaleinzug dann im zweiten Herreneinzel gegen Alexandr Nikolaenko perfekt.

Marcel Reuter: Nerven wie Drahtseile

Apropos Marcel Reuter: Wenn der 28-Jährige die Leistungen, die er auf das Feld zaubert, wenn er das Trikot des BCB trägt, immer abrufen könnte, wäre er in der Weltrangliste sicher ein gutes Stück weiter vorne als Platz 78. Der einzige waschechte Saarländer, der das Badmintonspiel beim TuS Wiebelskirchen erlernt hat, bewies im Finale gegen den Ukrainer Valeriy Atrashchenkov Nerven wie Drahtseile, wehrte mehrere Matchbälle ab und gewann mit 23:21 im dritten Satz. „Was der Marcel da immer bringt...“, sucht auch Tesche das Geheimnis des Erfolges.

Vielleicht lag das grandiose Auftreten in Zwolle aber auch an etwas ganz anderem. Denn beinahe jeden Abend in Zwolle wurde gegrillt – mit feinster Ware aus saarländischer Produktion. „Lammlachse, ein Gedicht“, sagt Thomas Tesche und lacht, „auch kulinarisch waren wir ganz weit vorne.“
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