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So geht's: Vuvuzela-Kurs in der Ludweiler Hugenottenkirche

Ludweiler. Vuvuzelas, die Tröten der Fußball-Fans, sehen auf den ersten Blick fast alle gleich aus – konische Kunststoff-Röhren, überwiegend in Schwarz-Rot-Gold. Manche sind aber etwas größer als andere, einige in Deutschland hergestellt, andere in Asien. Jede gibt einen elefantenartigen Ton mit hornissenartigem Unterton von sich. Beides variiert aber von Instrument zu Instrument, so dass man sogar wohl klingende Ergebnisse erzielt, wenn man gut passende Vuvuzelas zusammen bläst.

Darf man überhaupt Instrument sagen zu so einer Tröte aus Plastik, die derzeit – angeblich – die ganze Welt nervt? Klar darf man, sagt jedenfalls Markus Schulte, der Leiter des Posaunenchores der evangelischen Kirchengemeinde Ludweiler, – und lud für Samstag jedermann zum Vuvuzela-Üben ins Gotteshaus ein. Da Vuvuzelas fast überall ausverkauft sind, spendierte der Musikant drei fabrikfrische Exemplare für diejenigen, die sich so schnell keine Vuvuzela beschaffen konnten. Pünktlich um 16 Uhr fanden sich denn auch etwa zehn erwartungsfrohe Vuvuzela-Bläser zwischen fünf und 60 Jahren ein. Das saarländische Radio berichtete gleich zweimal groß, so dass ein netter Nebeneffekt erreicht wurde, nämlich die Installation beziehungsweise, wenn man so hoch greifen mag, Inthronisierung von Ludweiler als saarländische Vuvuzela-Hauptstadt. Das könnte etwas Bleibendes haben, sollte die Vuvuzela sich in hiesigen Stadien etablieren.

Die Hauptsache stellte sich als gar nicht schwer heraus: Nach spätestens drei Minuten konnte jeder Teilnehmer einen sauberen Ton blasen. „Man muss nur so tun, als ob man einen Kirschkern ausspuckt“, erklärte Schulte. Als zweite Aufgabe wurde denn sogar eine kurze Hymne geübt, dann aber wurden schon die Backen müde und die Köpfe schwindlig.

Vuvuzela-Blasen, wer hätte es anders erwartet, „geht nicht von heute auf morgen, da heißt es üben, üben, üben“, entließ der musikalische Leiter sein frisch instruiertes Tröten-Ensemble in die WM-Achtelfinals und aufs Ludweiler Dorffest. Und würde sich freuen, wenn der eine oder andere beim Posaunenorchester mitmachte. Proben sind samstags um 17.30 Uhr in der Kirche. Nächster Auftritt ebendort am Sonntag, 4. Juli, 14.30 Uhr, bei der Verabschiedung des Pfarrers.

 

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