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So wurde in Saarbrücken beim Premabüba gefeiert

Frank und Michael Krauss aus Saarbrücken kleideten sich zum Premabüba als „Die Schöne und das Biest“. Fotos: Becker&Bredel

Frank und Michael Krauss aus Saarbrücken kleideten sich zum Premabüba als „Die Schöne und das Biest“. Fotos: Becker&Bredel

Cinderella tanzt mit dem bösen Wolf, Rotkäppchen flirtet mit Peter Pan und Alice aus dem Wunderland schunkelt mit dem Froschkönig. Der „Premabüba“ am Samstagabend in der Congresshalle Saarbrücken wirbelte die Märchenwelt kräftig durcheinander. 5000 Besucher sorgten bei dem ausverkauften Ball des Congress Centrum Saar (CCS), der in diesem Jahr unter dem Motto „Märchenland in Narrenhand“ stand, dafür, dass alte Geschichten völlig neu geschrieben wurden.

Im Foyer West hieß es „Willkommen im Märchenwald“. Unter einem riesigen Baum mit Schmetterlingen und XXL-Leuchtpilzen tummelten sich Dutzende von Schneewittchen und Zwergen. Die saarländische Formation Groovin' Affairs brachte die Menge mit Chart-Hits nonstop zum Mitgrooven. Die Musiker waren bereits mit Stars wie Sarah Connor auf Tour und sind inzwischen europaweit gefragt: „Wir freuen uns, mal wieder ein Heimspiel spielen zu können“, sagt Schlagzeuger Pietro Ramaglia.


In dem mit Sternen, Kerzenständern und weiß gedeckten Tischen dekorierten Märchenschloss im Foyer Ost fühlten sich nicht nur das reife Saarbrücker Ehepaar Kröger, das seit vielen Jahren zu den „Premabüba“-Stammgästen gehört, an die „alten Zeiten“ des traditionsreichen Balls erinnert. „Die Barmherzigen Plateausohlen“ verkündeten dazu „Willkommen im Schlagerland“ und sangen Oldies wie „Rote Lippen soll man küssen“.

Glitzernde Bäume und LED-Lichter, die an Schneefall erinnern, sorgten derweil im Saal Ost für Wintermärchen-Stimmung. Für einen Herrn im Robin-Hood-Kostüm, der sich beim Crash-Kurs bei der „SR1-Tanzlust“ aufs Parkett wagte, schien dieses zunächst wie eine glatte Eisfläche zu sein. „Sie geht, er kommt“, erklärte Tanzlehrer Volker Gebhardt die Swing-Schritte. Und schon bald fühlte sich Robin wieder sicherer.

Beim „närrischen Clubbing“ im großen Saal lautete das Motto in Anspielung auf die Anzahl der DJs „Fünf auf einen Streich“. Dort und in der „SR1-Disco“ ließen moderne Lichteffekte, LED-Wände und Projektionen die Tanzflächen zur Bühne werden. Hier wurden als Elvis und die Blues Brothers kostümierte Gäste zu Stars.



Nils Söhrens, der dort das Musik-Kommando hatte, nahm die 800 Kilometer von Hamburg nach Saarbrücken gerne in Kauf. „Das ist wie nach Hause kommen“, sagte der frühere „Radio Salü“- und heutige NDR-Moderator. In Schleswig-Holstein werde Fastnacht dagegen so gut wie überhaupt nicht gefeiert. Und für DJane Vic, die sowohl am Donnerstag als auch am Samstag auflegte, stand fest: „Die Stimmung hier ist immer super. Für mich ist das die schönste Veranstaltung im Saarland.“

Schon zu den „Premabüba“-Stammakteuren gehören die Tänzerinnen der „M'r sin nit so“, die die Besucher nach dem Sicherheits-Check am Eingang stimmungsvoll empfangen. Viele Generationen von Garden waren hier schon im Einsatz – und tanzen täglich auf mehreren Veranstaltungen. „An Fastnacht liegt für uns das normale Leben auf Eis“, sagten die Trainerinnen Katja Nikolaus und Sarah Essner. Zudem betreibe die Karnevals-Gesellschaft auch seit Jahrzehnten auf dem „Premabüba“ eine Bar, sagt Vizepräsident Albert Kindel.

Ähnlich märchenhaft wie die Kulissen und Kostüme fiel auch das Fazit von CCS-Prokurist Ralf Kirch aus: „Wir waren bereits um 21.15 Uhr ausverkauft, das gab es lange nicht.“ Zudem sei der Abend auch aus polizeilicher Sicht sehr ruhig verlaufen. Obwohl die Macher sich bereits im dritten Jahr in Folge über ein volles Haus freuen konnten, sollen die närrischen Partys nicht räumlich oder auf weitere Tage ausgeweitet, sondern eher das Konzept noch weiter verfeinert werden, sagte Kirch.
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