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Sommeralm als Provisorium

Die Sommeralm 2015.

Die Sommeralm 2015.

„Liebe Gäste, unser Pachtvertrag wurde von der IKS Industriekultur Saar GmbH (…) gekündigt. Daher bleiben unsere Anlagen bis auf Weiteres geschlossen. Wir bitten um Verständnis und wünschen Ihnen ein glückliches Jahr 2016“ . Dieser Aushang an der Almhütte auf der Redener Bergehalde klingt nach endgültigem Abschied. Doch der bisherige Betreiber, die Ottweiler Funberg GmbH, hat gar nicht vor, das lukrative Geschäft am beliebten Ausflugs ziel „Erlebnisort Reden “ aufzugeben. Wie einer der Almhütten-Investoren Christoph Schneider der SZ mitteilte, hat sich Funberg in das von der landeseigenen Strukturholding Saar (SHS) gestartete Interessenbekundungsverfahren eingeklinkt. Bekanntlich wurde nach neuen Betreibern für die Halden-Gastronomie gesucht beziehungsweise nach innovativen Konzepten, die die Halde als Freizeitziel aufwerten und den Gastro-Betrieb professionalisieren sollen. Wobei es der SHS bei der Neuaufstellung vor allem darum geht, dass der zukünftige Betreiber auch die Transportbahn auf die Halde mit betreibt, die das Land für 1,3 Millionen Euro bauen will – eine vorerst letzte infrastrukturelle Maßnahme am ehemaligen Grubenstandort. Ein so genannte „Haldenmetro“ hatte einst Funberg – neben weiteren Attraktionen – versprochen, aber nie realisiert. Auch waren Speisenqualität und Service in den beiden Almhütten nach Darstellung der SHS ins Trudeln und in die Kritik geraten – deshalb die Auflösung des Pachtverhältnisses zum 31. Dezember. Bis dahin sollten die Halden eigentlich geräumt sein. Doch zwischenzeitlich gilt eine Übergangsfrist bis 31. März. Dies teilte SHS-Sprecher Ludwin Vogel der SZ gestern auf Nachfrage mit. Auch, dass es insgesamt vier Bewerber für die Halde gibt. Bis Ende Februar würden die Angebote nach juristischen Kriterien geprüft, Anfang März falle die Entscheidung. „Wir wollen in Reden eine hochwertige und langfristige Lösung“, sagte Vogel.

Was heißt das? Sollte Funberg das Verfahren nicht gewinnen und die Almhütten abbauen müssen, dann werden auf der Halde andere Bauten errichtet. Bis zur „Hochsaison“ im Sommer kann die neue Architektur jedoch unmöglich stehen. Reden ohne Einkehrmöglichkeiten, das könnte Freizeit-Besucher verärgern, vor allem aber gefährlich werden für das weit ausstrahlende Top-Event des Jahres, die zehntägige SR3 Sommeralm, die der Sender und der Landkreis Neunkirchen veranstalten. Im vergangenen Jahr kamen 30 000 Fans. Doch SHS-Sprecher Vogel räumt Bedenken aus: „Wir werden auf jeden Fall eine gastronomische Versorgung sicherstellen.“ Geplant sei eine Übergangslösung, bis die neue Infrastruktur stehe. Weitere Details ließ Vogel offen. Auch, ob die Funberg-Almhütten dieses Provisorium sein könnten. Letzteres würde wohl vor Ort auf viel Gegenliebe stoßen, wie SZ-Umfragen in der Vergangenheit belegen. Auch die Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN) wirbt dafür, das „Almthema“ beizubehalten, selbst wenn Funberg einem Mitbewerber weichen und aufhören müsste.

Derweil steht der Veranstaltungs-Spielplan am Erlebnisort für 2016. Zuwachs ist in Sicht: ein Autokino (4. bis 7. Mai) und eine Sommerparty „La Fiesta“ (15. Mai) kommen zu den bereits eingeführten Events – etwa dem Haldenlauf (17. April) – hinzu. In Planung ist im Juni eine Messe E-Mobilität und ein Bier-Event im September.

© WhatsBroadcast
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