A8 Saarlouis Richtung Luxemburg AS Rehlingen Gefahr durch defektes Fahrzeug, gefährliche Situation in der Ausfahrt (16:52)

A8

Priorität: Sehr dringend

18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
18°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Sparen: Bistum Trier will 40 Millionen weniger ausgeben

Das Bistum Trier will bis spätestens Ende 2014 jeden neunten Euro einsparen, insgesamt 40 Millionen Euro. Deshalb wird auch im Saarland in vielen Bereichen heftig gekürzt, einige Einrichtungen werden sogar geschlossen.

Trier/Saarbrücken. Die Verwaltungs-Direktoren des ältesten deutschen Bistums haben gestern ihr Sparpaket in Höhe von rund 40 Millionen Euro vorgestellt. Bis September darf noch über die einzelnen Maßnahmen diskutiert werden – die Gesamtsumme steht allerdings nicht zur Diskussion, heißt es im Papier.

12 Prozent werden weggekürzt
Anschließend wird der Trierer Bischof Stephan Ackermann die Sparbeschlüsse in Kraft setzen. Sie sollen den defizitären Haushalt im Vergleich zu 2009 jährlich dauerhaft um 40 Millionen Euro entlasten. Das enstpreche einer Kürzung um zwölf Prozent, so das Bistum.

Vor allem die katholischen Kirchengemeinden werden das zu spüren bekommen. Auf fast jeden sechsten Euro, insgesamt knapp 17 Millionen Euro, müssen die Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften künftig verzichten. Erreicht werden soll das vor allem durch weniger Personal (minus vier Millionen Euro) und kräftig sinkende Baukostenzuschüsse (minus sieben Millionen Euro).

Kirchen-Schließungen nicht ausgeschlossen

Ein Sprecher des Bistums schloß auf SZ-Nachfrage angesichts des Sparpakets auch künftige Kirchenschließungen nicht aus. Bei den 500 katholischen Kindertageseinrichtungen werden die Zuschüsse ebenfalls gekürzt. Etwa jeder zehnte Euro, insgesamt 2,7 Millionen Euro, soll bis Dezember 2014 eingespart werden. Von Schließungen ist bislang keine Rede.

Laut Generalvikar Georg Holkenbrink soll vielmehr mit Kommunen über eine mögliche Übernahme der Trägerschaft verhandelt werden. In welchem Ausmaß, mögliche Übernahmen auch das Saarland betreffen könnten, sei derzeit nicht absehbar, so das Bistum gestern.

Erwachsenenbildung vor dem Aus
Anderen Einrichtungen dagegen droht konkret das Aus. Alle Fachstellen für Katholische Erwachsenenbildung in Trier, Koblenz, Prüm, Bad-Kreuznach, Dillingen und Saarbrücken mit insgesamt 17 Mitarbeitern sollen bis Ende übernächsten Jahres geschlossen werden.

Das gleiche Schicksal erwartet bereits im Juli kommenden Jahres die Katholische Akademie in Trier. Auf der Streichliste stehen auch die Katholischen Hochschulgemeinden in Trier, Koblenz und Saarbrücken. 700.000 Euro jährlich will das Bistum so einsparen.

Keine Kündigungen geplant

Während in fast allen Bereichen der Rotstift angesetzt wird, kommen die 19 Bistumsschulen voraussichtlich ungeschoren davon. Am Zuschussbetrag von knapp zwölf Millionen Euro jährlich soll sich auch in Zukunft nichts ändern.

Wichtigste Nachricht für die rund 2700 Mitarbeiter: Kündigungen soll es keine geben. Zwar werden wegen des Sparpakets insgesamt 100 Stellen abgebaut. Allerdings gehen in den nächsten vier Jahren laut Personalchef Hermann-Josef Groß auch über 200 Mitarbeiter in Altersteilzeit oder Rente.


Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein