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Spendenlauf des Saarlouiser Gymnasiums am Stadtgarten bringt 30 000 Euro ein

Nachrichten aus der Region Saarlouis.

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Saarlouis. Die Idee für einen Spendenlauf hatten die Schüler des Saarlouiser Gymnasiums am Stadtgarten (SGS) erst vor drei Monaten – und schon liegen 30 000 Euro auf dem Tisch. Mit dem Geld unterstützen die Saarlouiser Schüler den Verein Medical Care Somalia in Sankt Wendel. „Wir wollten etwas Wohltätiges tun – es ist kein Geheimnis, dass es auf der Welt Kinder und Jugendliche gibt, denen es schlechter geht als uns – und an eine Organisation spenden, die für uns auch ein Gesicht hat“, sagt Schülervertreter Magnus Juckel. Der Verein Medical Care Somalia sitzt in Sankt Wendel. „Wir konnten mit der Schatzmeisterin des Vereins persönlich sprechen und hatten einfach das Gefühl, dass unsere Spenden auch tatsächlich ankommen“, sagt der 16-jährige Schülersprecher Philipp Tilk.

Durch ein Flugblatt und einen Artikel in der Saarbrücker Zeitung waren die Schüler auf den Verein aufmerksam geworden, am Montag fand am SGS die Spendenübergabe an Schatzmeisterin Brigitte Awad statt. „Dass saarländische Jugendliche an Hilfsbedürftige in einem Land denken, das 7000 Kilometer entfernt ist, hat mich tief beeindruckt“, sagt Awad.

Benefizlauf in Eigenregie Den Verein Medical Care Somalia hatte ihr Mann, der in Sankt Wendel lebende Arzt Ahmed Awad, im Jahr 2005 mit gegründet. Sowohl die medizinische Versorgung als auch der Aufbau des Bildungssystems in Somalia werden mit den FörDie Schüler des SGS hatten den Benefizlauf komplett eigenständig initiiert. Erst seit Mai sind die Schülersprecher im Amt, die Idee für einen Spendenlauf hatten sie im August. Mit etwa 20 000 Euro hatten die Schüler gerechnet, knapp 30 000 Euro sind zusammen gekommen. Rund 600 Schüler und Lehrer sind viele Kilometer gelaufen, insgesamt haben sich 700 Schüler am Projekt beteiligt. „Sogar ein gehbehinderter Mitschüler war für den guten Zweck mitgelaufen“, betont der Schülersprecher. Die Schüler hatten sich ihre Sponsoren selbst gesucht, die für jeden gelaufenen Kilometer einen verabredeten Betrag spenden. Bis zu 17 Kilometer sind die Saarlouiser Schüler für ihre Spender gelaufen. Die stellvertretende Schülersprecherin Roxane Stührenberg sagt: „Es war toll, diese Gemeinschaft zu sehen, die Zusammenarbeit von Fünft- und Elftklässlern.“

Spende für Dorf ohne Strom Das gespendete Geld soll in Somalia ein eigenes Projekt bekommen und die Entwicklung des Dorfes Beer, 25 Kilometer südlich von Burao, unterstützen, wie Brigitte Awad mitteilt. „Im Norden Somalias ist seit 20 Jahren Frieden und das Gebiet ist im Aufbau; in den großen Städten kommt viel an, aber die Dörfer bleiben noch außen vor.“ Das Ehepaar Awad will unter anderem Solartechnik in das Dorf ohne elektrischen Strom bringen. „Das Budget unserer Klinik ist 36 000 Euro im Jahr – da sieht man mal die Dimension dieser Spende.“ Eine so hohe Einzelspende habe es bei dem Verein bisher noch nie gegeben. Schulleiterin Sabine Blatt denkt noch weiter: „Wir könnten uns auch eine längerfristige Kooperation mit dem Verein vorstellen.“

© WhatsBroadcast
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