L132 Sankt-Wendeler-Straße zwischen Baltersweiler und Abzweig nach Furschweiler Unfallaufnahme, Gefahr, beide Fahrtrichtungen gesperrt (21:25)

Priorität: Dringend

17°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
17°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Sperrung eines Teilstücks der A 620 am Wochenende - Geduldsprobe für Autofahrer

Wer am Wochenende mit dem Auto in Saarbrücken unterwegs war, musste sich auf einige Unannehmlichkeiten einstellen. Die Sperrungen rund um die Eisenbahnstraße und auf der A 620 zwischen Malstatter Brücke und Gersweiler in Richtung Saarlouis ließen Bewohner und Besucher im Vorfeld schon Böses vermuten.

In der Saarbrücker Innenstadt konnten die Bürger am Samstagmorgen aber noch ganz bequem einkaufen, denn zunächst war sehr wenig los in der Stadt. Bis zum Öffnen der Geschäfte gab es auch noch keine Staus, die Viktoriastraße glich selbst zur Mittagszeit noch eher einer Fußgängerzone als einer Hauptverkehrsstraße. Der Grund war nicht zu übersehen, die Bürger konnten ihn sogar riechen. Teerdämpfe stiegen den Passanten in die Nase.

Wer über die Saaruferstraße die Baustelle an der Luisenbrücke querte, haftete mit den Sohlen am noch warmen Boden. Emsig waren Arbeiter in orangener Kleidung beschäftigt, die Straße zu teeren, die Übergänge zur Brücke abzudichten, Dampfwalzen fuhren nebeneinander her. Das Gewusel am Bau ließ keinen Zweifel, dass die Baufirmen Vollgas gaben. Einige Passanten blieben stehen und schauten sich das „Baustellenballett“ live an – das war auch nicht uninteressant. Die Sperrung der Eisenbahnstraße und ihrer Nebenwege sorgte aber für ein fast ausgestorbenes Stadtviertel rund um die Eisenbahn- und Gutenbergstraße. In der Saaruferstraße blieben zwei Drittel der Parkplätze leer, weil es nicht einfach war, durch die neue Verkehrsführung dorthin zu kommen.

Die Sperrung der Stadtautobahn zwischen der Malstatter und der Gersweiler Brücke sorgte dagegen schon am Vormittag für Staus auf den Ausweichstrecken. Autofahrer fluchten, ein Apothekenlieferant schlug auf sein Lenkrad ein und telefonierte so laut mit seinem Chef, dass man es am Fußgängerüberweg mithören konnte. „Jetzt ist hier auch noch gesperrt“, schimpfte er und musste sich auf der Malstatter Brücke in die Schlange stellen. Die Kreuzung in Richtung Hohenzollernstraße war immer wieder zugestellt, dann ging auch im Querverkehr nichts mehr. In Rage fuhren nicht wenige auch noch bei Rot in die Kreuzung. Die Autofahrer, die vom Busdepot nach Malstatt fuhren, musten sich auch noch auf eine Spur einfädeln. Die linke Spur war gesperrt, direkt nach der Brücke aber wieder freigegeben – das erschien den Meisten eine Schikane zu sein. Trotz angeblich umgestellter Ampelschaltungen rollte der Verkehr nicht, mühsam mussten sich viele Autofahrer über Malstatt und Burbach zur Gersweiler Brücke quälen. Auf dem Messegelände startete eine Ausbildungsmesse entgegen dem Trend recht schleppend. Peter Nagel, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), gab den Sperrungen die Schuld: „Viele meiden Saarbrücken heute, das kann man niemandem übel nehmen.“ Er selbst sei durch das Deutschmühlental zur Messe gekommen und habe die Innenstadt von vornherein gemieden.
 

Polizei war gelassen

Während manche Autofahrer fluchten, blieb die Polizei gelassen. Die Inspektion in Alt-Saarbrücken hatte vor den Straßensperrungen wegen Bauarbeiten in und um die Eisenbahnstraße zusätzliche Aufgaben. „Wir mussten dafür sorgen, dass die Autos aus den Halteverbotszonen im Baustellenbereich entfernt werden. Die Baufirma hat uns aber schon frühzeitig die Nummernschilder durchgegeben, sodass wir die Halter schnell informieren konnten“, sagte Polizeihauptkommissar Mathias Diehl. Die Umleitungen hatten die ortskundigen Beamten zuvor mit der Stadt Saarbrücken abgesprochen. Am Wochenende selbst waren aber nicht mehr Einsatzkräfte unterwegs.

Auch die Beamten aus Burbach hatten sich keinen Spezialplan zurechtgelegt. Durch die Sperrung wegen Fahrbahnarbeiten auf der A 620 musste der Verkehr durch den Stadtteil umgeleitet werden. „Wir haben die Ampelphasen für die Hauptverkehrsstraße etwas umgestellt, um den Verkehr flüssiger zu halten. Aber mehr können wir nicht machen“, sagte Hauptkommissar Thomas Keuls. Bereits das Wochenende zuvor war die A 620 gesperrt, was erhebliche Staus in Burbach zur Folge hatte.

„Auf der Autobahn fahren am Tag 40 000 Fahrzeuge Richtung Saarlouis . Wenn die alle durch Burbach geleitet werden, ist ja klar, dass es zu Verkehrsbehinderungen kommt. Da heißt es Augen zu und durch“, meinte Keuls.
© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein