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Sporthotel soll am Ellenfeldstadion Neunkirchen entstehen

Das Neunkircher Ellenfeld-Stadion

Das Neunkircher Ellenfeld-Stadion

Seit Juni 2013 gibt es einen Stadtrats-Beschluss zum Verkauf des Neunkircher Ellenfeldstadions. Inzwischen liegen die letzten Verhandlungen zwischen Bauunternehmer Giuseppe Ferraro und der Stadt Neunkirchen schon fünf Monate zurück. Nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen. In vier Wochen könnte es, nach Ansicht von Ferraro, zur endgültigen Unterzeichnung des Kaufvertrages kommen.

Warten auf Unterschriften
 „Im Juni 2013 gingen wir im Stadtrat davon aus, dass an Herrn Ferraro verkauft wird. Jetzt soll es eine Stadion-Betreibergesellschaft sein. Da müssen wir genau wissen, wer als Käufer auftritt und diese Gesellschaft vertritt“, erklärt Neunkirchens Oberbürgermeister Jürgen Fried und nennt mit dem unterzeichneten Gestattungsvertrag ein weiteres Dokument, das der Stadt vorgelegt werden muss. Der Gestattungsvertrag zwischen Verein und Käufer, also der Betreibergesellschaft, ist eine wesentliche Voraussetzung für die Stadt – um sicher zu stellen, dass Borussia Neunkirchen auch künftig im Ellenfeldstadion trainieren und spielen darf.

„Die Gründung der Betreibergesellschaft ist abgeschlossen, die Gesellschafter stehen fest, und der Notar wartet nur darauf, dass wir unsere Unterschriften darunter setzen“, sagt Giuseppe Ferraro, der zur Betreibergesellschaft keine weiteren Informationen nennen möchte, solange nicht alles unter Dach und Fach ist. Und zuvor ist für Ferraro noch die Klärung einzelner Details vonnöten. Etwa die Rasenpflege, die derzeit von der Stadt geleistet wird und laut Ferraro pro Jahr 20.000 Euro kostet. „Wenn das Stadion verkauft wird, werden wir den Rasen nicht weiter pflegen“, stellt Oberbürgermeister Fried klar, verweist aber auf die Möglichkeit des Vereins, einen entsprechenden Sportförderantrag zur Bezuschussung durch die Stadt zu stellen. „Wenn so ein Antrag nicht bewilligt wird, kommen auf die Borussia enorme Mehrkosten zu. Das will ich nicht. Die Borussia soll sich durch diese Maßnahme besser und nicht schlechter stellen“, sagt Ferraro, der aber nicht glaubt, dass der Verkauf des Stadions noch platzen könnte.

Sein Plan, was nach dem Verkauf passieren soll, steht nämlich längst fest. An der Kopfseite des Stadions soll ein Gebäude mit Sporthotel (86 Betten), Wellness- und Fitnessbereich entstehen. Die Pläne liegen der SZ vor. Wieviel die Umsetzung kosten wird, wer die Investoren sind, das will Ferraro erst nach der Vertragsunterzeichnung mit der Stadt bekannt geben.

Erste Arbeiten im Mai geplant
 Einen Termin für den Startschuss hat er aber schon im Kopf. „Nach dem letzten Spiel im Mai würden wir uns zuerst an die Betonsanierung an der Haupttribüne und an die Stehränge machen“, kündigt Ferraro an. Die Anzahl der Plätze im Stadion soll sich nicht verändern: „Man weiß ja nicht, wann man sie wieder brauchen könnte. Von daher versuchen wir, alle zu erhalten.“ Wann mit dem Umbau des Kopfgebäudes, dem eigentlichen Herzstück, begonnen werden könnte, ist dagegen noch unklar.

„Von den Plänen eines Sporthotels ist uns nichts bekannt“, sagt Neunkirchens Oberbürgermeister Fried. Er sieht darin aber keine Probleme, „sofern alles planungsrechtlich passt – und davon gehen wir einmal aus.“ Die Veränderungen durch die Baupläne seien für Mantes-la-ville-Platz und oberes Wagwiesental „eine klare Aufwertung, und dies ist zu begrüßen. Unter dem wirtschaftlichen Aspekt scheint mir die Planung vernünftig zu sein. Es dauert jedoch schon relativ lange, von daher würde ich mich freuen, wenn wir langsam auf die Zielgerade kämen“, sagt Fried.


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