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Stadt: Jäger müssen auch Bachen schießen

Paradiesische Zustände für Wildschweine

Während der Leiter der Forstabteilung im Saarbrücker Grünamt, Ralf Blechschmidt, meint, dass die Jäger umdenken müssten und nicht nur Frischlinge, sondern auch Bachen erlegen sollten, verteidigt Kreisjägermeister Kausch seine Kollegen: Es reiche aus, die Frischlinge zu schießen und somit die jüngste Generation der zeugungsfähigen Sauen aus dem Verkehr zu ziehen. Zumal vor allem die Leitbachen für das Rudel wichtig sind. „Sie regeln die Rauschsynchronisation“, begründet Kausch. Das heißt, dass alle Sauen im Rudel mit der Leitbache paarungsbereit würden. Die Tiere zu vergiften oder Hormone zu verfüttern, halten Blechschmitt und Kausch für nicht sinnvoll. In Berlin, wo es ein ähnliches Wildschweinproblem gibt, jagten inzwischen Stadtjäger die Schwarzkittel. In Saarbrücken gehe das nicht so einfach. Ordnungsamtschefin Sigrid Schneider meint zum Beispiel, dass die Jagd in „befriedetem Gelände“ verboten sei. Um das zu ändern, müsse das saarländische Jagdgesetz geändert werden. „Wenn die oberste Jagdbehörde zustimmt, darf geschossen werden“, meint dagegen Heiner Kausch.

Er bot in Gersweiler an, dass die Bürger Kontakt zu ihm aufnehmen sollen. Er würde die Situation im Einzelfall begutachten und wenn möglich, der Jagdaufsichtsbehörde den Abschuss empfehlen. Außerdem fordert er die Bürger auf: „Werden Sie Jäger.“ Etwa 3500 gebe es derzeit im Saarland, es könnten aber bis zu 7000 Begehungsscheine ausgestellt werden.

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