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StadtKlangFluss: Riesiges Chor-Open-Air fand trotz Regen statt

Guter Regenschutz war beim Konzert am Sonntag wichtig.

Guter Regenschutz war beim Konzert am Sonntag wichtig.


Am Saarufer gaben sich gestern in der Landeshauptstadt zahlreiche Chöre ein Stelldichein. Sie erzählten von der Stadt und der Geschichte des Flusses. Die Stadtautobahn war für das Ereignis gesperrt.

Saarbrücken. Bis zum frühen Nachmittag herrschte eitel Chorsonnenschein über Saarbrücken. Die zwei Tage zuvor in Luxemburg gestartete "Tour de Melodie" hatte sich aufgemacht zum Endspurt in den Saarbrücker Bürgerpark, wo der Tag mit einer interregionalen Chorbegegnung begonnen hatte. Dann aber zogen dunkle Wolken auf und eine Stunde vor dem großen Chorfinale mit "StadtKlangFluss" in den Saarwiesen unterhalb des Staatstheaters fielen große, schwere Regentropfen. Sollte damit einer der Höhepunkte des saarländischen Veranstaltungskalenders dieses Jahr ins Wasser fallen?

Fast wäre die Veranstaltung abgesagt worden
Zum Veranstaltungsbeginn präsentiert sich der Himmel immer noch schwarz, das Organisationsteam überlegt gar, die Zuschauer nach Hause zu schicken. Die haben es sich trotz der ungemütlichen Witterung auf der Tribüne vor dem Landtag mit Regenschirm, Cape und Thermositzkissen bequem gemacht.

Auch auf der stillgelegten Stadtautobahn und der Schlossmauer füllt es sich. Schließlich heißt es über Lautsprecher, aus Richtung Saarlouis sei eine Wetterbesserung zu erwarten, der Veranstaltungsbeginn verschiebe sich. Auf der in die Saar hinein gebauten Bühne bricht Betriebsamkeit aus. Umbaumaßnahmen sind angesagt, damit auf der vom Regen glitschigen Oberfläche keiner der Tänzer ein unfreiwilliges Bad in der Saar nehmen muss.

800 Sänger und Tänzer
Schließlich wird via Lautsprecher die ganz normale Alltagslautstärke der Stadtautobahn eingespielt, 85 Dezibel, eine Belastung, die als gesundheitsgefährdend gilt.  Kurz danach ist es soweit, auf zwei Drachenbooten pirscht sich aus Männerstimmen eine Melodie an die Saarwiesen heran, die zuvor durch die Kehlen der Großregion gewandert war.

Der in bunte Oberteile gekleidete Chor greift die Töne auf und schickt die ersten Notenkaskaden unter tatkräftiger Unterstützung des Sinfonischen Blasorchesters Wemmetsweiler ber den Fluss. Es wird sinnlich erfahrbar, was passiert, wenn die Lebensader Fluss schweigt. Dann zerfließt alles in bewegten, begeisternden Bildern der rund 800 Sänger und Tänzer.


© WhatsBroadcast
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