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Stadtwerke Dillingen: "Wasseruhren sind genau genug"

Dillingen. Nachdem im vergangenen Jahr eine Diskussion über möglicherweise unpassende Wasserzähler bei den Dillinger Stadtwerken entbrannt war, hat das Unternehmen nun die Ergebnisse eines Feldversuchs vorgelegt. 2011 hatten die Stadtwerke erstmals die neuen EU-genormten Wasserzähler Q3=4 in Privathaushalten eingebaut statt der bisher in Deutschland zugelassenen Zähler Qn=2,5. Daraufhin hatten mehrere Kunden starke Zweifel an der Genauigkeit der neuen Zähler bekundet.

Auf Veranlassung der Kunden wurde deshalb über sechs Monate ein Feldversuch in acht Haushalten durchgeführt, der die Funktion beider Flügelradzähler vergleichen sollte. Parallel zum neuen Modell Q 3=4 wurde bei drei Kunden das bisherige Modell Qn=2,5 und bei fünf Kunden der kleinere Zähler neuerer Bauart Q3=2,5 installiert. Monatlich wurden die Zählerstände notiert. Die Auswertung liegt nun vor: Sie ergibt, dass es zu Abweichungen nach oben und nach unten kam; manche Wasseruhren zählten im Vergleich zum bisher eingebauten Zähler bis zu 3,22 Prozent zu viel, andere bis zu 2,37 Prozent zu wenig.

Die Stadtwerke Dillingen betonen, dass sich diese Abweichungen innerhalb der erlaubten Fehlergrenzen der Eichverordnung bewegen. „Die Erkenntnisse wurden mit einzelnen Kunden besprochen“, teilten die Stadtwerke mit. Deren Feststellungen deckten sich weitgehend mit den Ergebnissen. „Damit wurde die Gleichwertigkeit der Zählertypen nachgewiesen und kundenseitig akzeptiert“, stellen die Stadtwerke Dillingen fest. Auch eine unabhängig davon installierte Teststrecke habe die Ergebnisse bestätigt.

Die eingesetzten Wasserzähler seien genau genug, um den Verbrauch zu ermitteln, sagt Arno Minn, Geschäftsführer der Stadtwerke Dillingen: „Sie entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und stellen auch eine wirtschaftlich günstige Lösung dar.“ Beim Einbau berufen sich die Stadtwerke weiterhin auf die Vorgaben des Dachverbandes DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.), das für Gebäude bis 30 Wohneinheiten gleichrangig die Zählergröße Qn=2,5 oder Q 3=4 empfiehlt. „Wir wollten wissen, wie die neuen Zähler überhaupt messen; das konnte uns nämlich niemand sagen“, sagt Rudolf Laux aus Diefflen, einer der Kunden, die den Stein damals in Rollen brachten.

„Dieser Nachweis wurde erbracht. Die verwendeten Zähler zählen gleich genau, oder besser gesagt, gleich ungenau.“ Laux hatte zusätzlich noch eine dritte Messuhr, einen Ringkolbenzähler, zu den zu Testzwecken eingebauten Flügelradzählern auf eigene Kosten installieren lassen. In einer parallelen Wiegemessung wurde festgestellt, dass dieser maximal 1,16 Prozent vom tatsächlichen Wasserverbrauch abweicht. Dieser Ringkolbenzählerzeigte nun eine Abweichung von durchgehend rund zwölf Prozent gegenüber den anderen Zählern. Bei allen Kunden aber den teueren Ringkolbenzähler einzubauen, ist für die Stadtwerke dennoch kein Thema.

Es würde den Kunden nichts nutzen, erklärt Minn: Würde der Verbrauch genauer berechnet, müssten einige Kunden zwar weniger an die Stadtwerke zahlen. Damit aber deren Betriebskosten gedeckt sind, müsste der Wasserpreis erhöht werden. Im Zuge der Diskussion um die Wasserzähler bemängelten damals die Kunden der Stadtwerke besonders die mangelnde Transparenz bei der Vorgehensweise. Hier geloben die Stadtwerke Dillingen nun Besserung: „Gegenüber unseren Kunden werden wir zukünftig umfassender und transparenter informieren“, heißt es von Seiten des Unternehmens.
© WhatsBroadcast
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