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Star mit Torflaute: Was ist nur los mit Cristiano Ronaldo?

«Was ist nur los mit Cristiano Ronaldo?», fragen sich die fußballbegeisterten Portugiesen. Im Trainingslager wirkt der Stürmer häufig ernst und erweckt den Anschein, als kapsele er sich von der Außenwelt ab.

«Was ist nur los mit Cristiano Ronaldo?», fragen sich die fußballbegeisterten Portugiesen. Im Trainingslager wirkt der Stürmer häufig ernst und erweckt den Anschein, als kapsele er sich von der Außenwelt ab.

Dabei ruhen beim WM-Vierten von 2006 für die Weltmeisterschaft in Südafrika alle Hoffnungen auf dem 25-jährigen Stürmer, für den Real Madrid vor einem Jahr die Rekordablösesumme von 94 Millionen Euro gezahlt hatte.

«Was ist nur los mit Cristiano Ronaldo?», fragen sich die fußballbegeisterten Portugiesen. Im Trainingslager wirkt der Stürmer häufig ernst und erweckt den Anschein, als kapsele er sich von der Außenwelt ab. Ronaldo scheint unter einem doppelten Frust zu leiden: Mit Real gewann er in der abgelaufenen Saison keinen Titel, obwohl der Verein die Rekordsumme von 250 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben hatte, und in der Nationalelf findet er nicht zu seiner Form.

Ronaldo spielte eine gute Saison

Dabei lag es bei Real nicht an dem Portugiesen, dass die Madrilenen leer ausgingen. Im Gegenteil: Ronaldo spielte eine gute Saison und schwang sich als Neuzugang gleich zur Führungspersönlichkeit auf. Ganz anders in der Nationalelf: Da ist er zwar seit mehreren Jahren der Kapitän, leistete aber keinen großen Beitrag dazu, dass Portugal sich noch gerade eben für die WM qualifizieren konnte. Die besten Spiele lieferten die Portugiesen ausgerechnet in der Relegation gegen Bosnien-Herzegowina, als Ronaldo verletzt fehlte.

Der Stürmer, der für Real im Durchschnitt alle 95 Minuten einen Treffer erzielte, schoss für Portugal weder in der WM-Qualifikation noch in den Testspielen auch nur ein einziges Tor. Sein letzter Treffer für die «Selecção» liegt 16 Monate zurück. Angesichts der Torflaute und des wachsenden Drucks der Öffentlichkeit nahm Trainer Carlos Queiroz den Kapitän in Schutz. «Lasst mir Cristiano in Ruhe!», bat der Coach die Reporter. «Trotz seines jungen Alters ist er (mit 22 Treffern) schon jetzt einer der erfolgreichsten Torschützen in der Geschichte der Nationalelf.» Auf die finstere Miene des Superstars angesprochen, witzelte der Trainer: «Vielleicht hat er gerade ein Pingpongspiel gegen einen Mannschaftskameraden verloren.»

Vom Ehrgeiz besessen

Ronaldo ist in der Tat ein Sportler, der es hasst zu verlieren. Er ist vom Ehrgeiz besessen, immer zu gewinnen und immer der Beste sein zu müssen. «Ich bin von Natur aus unzufrieden», vertraute er in einem seiner wenigen Interviews der Zeitung «Público» an. Von daher ist auch der erste Eindruck irreführend, den man von dem Portugiesen bekommt. Mit seinem Körper eines Modellathleten erweckt er den Anschein, als wäre er ein Sonnyboy und Modemensch, dem es vor allem auf das gute Aussehen ankommt. Ronaldo ist vielmehr ein Perfektionist und Wettkämpfer, der sich auch im Training aufreibt und Überstunden schiebt.

Beobachtern fiel kürzlich auf, dass der Kapitän bei einem Safari-Ausflug der portugiesischen Nationalspieler nicht mit von der Partie war. Vermutungen, der Superstar habe sich von der Mannschaft abgesondert, erwiesen sich jedoch rasch als falsch. Ronaldo war an diesem Tag die Ehre zuteilgeworden, den südafrikanischen Nationalhelden Nelson Mandela besuchen zu dürfen.

© WhatsBroadcast
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