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Startschuss für neuen Weg zum Abi

Außerdem werden regelmäßig Informationsveranstaltungen für Schüler und Eltern durchgeführt.

Zur Unterzeichnung des Kooperationsvertrages war vorgestern auch die saarländische Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gekommen. Sie hofft darauf, viele Schüler der Realschulen jetzt den Weg zum Abitur finden werden und die Kooperation mit Leben erfüllt werden. "Was vielen Eltern nicht bewusst ist, sind die Möglichkeiten, die man hat, sich nach Abschlüssen weiterzubilden."

Konkret sieht das Ganze so aus, dass die ERS-Schüler, deren Leistungen stark genug sind, in der zehnten Klasse in eine Eingangsklasse kommen. Dort werden sie in so genannten A-Kursen in fünf Fächern (Mathematik, Deutsch, Physik, Chemie und erste Fremdsprache) auf das höhere Niveau vorbereitet, um dann aber der Klasse elf das Abitur am PWG zu machen. Und das in neun Jahren. Diese A-Kurse gibt es schon seit diesem Schuljahr.

Etwa ein Drittel der ERS-Schüler sind in diesen Fächern auf A-Niveau, schätzt Jürgen Cornely, Referatsleiter im Kultusministerium.  "Es gibt hier noch eine stark vorhandene Schwellenangst", sagt Cornely und führt Zahlen zum Vergleich an: "Fast ein Viertel der Realschüler aus der zehnten Klasse dürften von den Noten her aufs Gymnasium gehen, das tut aber nur jeder Zehnte."

Unterschrieben wurde der Vertrag von Heinz Lafontaine, Schulleiter des PWG, Werner Heilmann, Rektor der Beckinger Friedrich-Bernhard-Karcher-Schule, und Hans Pattar, kommissarischer Schulleiter der Merziger Christian-Kretzschmar-Schule. "Der Vorteil ist, dass die Schüler ein Jahr mehr Zeit haben. Wir versprechen uns eine bessere Vorbereitung der Schüler auf die gymnasiale Oberstufe und damit bessere Aussichten aufs Abitur", sagte der Beckinger Rektor Heilmann. Und auch sein Kollege vom PWG, Heinz Lafontaine, freut sich auf die künftige Kooperation zwischen den Schulen: "Wir begreifen das als Chance. Außerdem wird das PWG nach dem Weggang des Doppeljahrganges G8/G9 in diesem Schuljahr erstmals entsprechende Raumkapazitäten haben, um wechselwillige Schüler in die Oberstufe aufzunehmen", meinte Lafontaine. Sollten genügend Schüler von den ERS wechseln, könne man am PWG übrigens sogar eine eigene Klasse einrichten.


Der Meinung Eberts stimmen Iris Neitz, Elternsprecherin an der Ringwallschule und ihr Amtskollege Peter Holzer von der Graf-Anton-Schule zu. Beide stehen dem G8-Bildungsgang skeptisch gegenüber und beurteilen die Kooperation der Schulen positiv. "Es ist vor allem ein Vorteil für unsere Kinder", hält Iris Neitz fest. Wolfgang Wagner, Oberstudiendirektor am HWG, setzt ebenfalls auf Kooperation statt Abschottung. Wagner hält es bildungspolitisch für bedenklich, dass es im Saarland nur 25 Prozent eines Schuljahrgangs bis zum Abitur schaffen.

Der HWG-Direktor sieht in der landkreisübergreifenden Zusammenarbeit der drei Schulen eine Chance, die Abiturquote zu steigern. Denn bisher gelte:"Mehr als 40 Prozent der Schüler, die das Hochwald-Gymnasium besuchen, schaffen es nicht bis zum Abitur".

In den folgenden Monaten gilt es nun, den Kooperationsprozess mit Leben zu füllen. Hierzu sind die Lehrer der jeweiligen Schulen von ihren Schulleitern beauftragt, als Koordinatoren die nicht nur räumliche Distanz zwischen den Schulen abzubauen in der Hoffnung, dass von der Aufwertung des Schulstandortes Wadern auch diejenigen profitieren werden, für die die Kooperation initiiert wurde - die Schülerinnen und Schüler. 

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