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Streit ums HTW-Hochhaus - Ministerpräsidentin macht Druck

Das fertige HTW-Hochhaus in Alt-Saarbrücken steht leer. Wann dort Lehre und Forschung beginnen, ist ungewiss. Foto: Robby Lorenz

Das fertige HTW-Hochhaus in Alt-Saarbrücken steht leer. Wann dort Lehre und Forschung beginnen, ist ungewiss. Foto: Robby Lorenz

Seit Monaten ist das Hochhaus der Hochschule für Technik und Wirtschaft an der Malstatter Brücke in Alt-Saarbrücken fertig gestellt, doch es steht leer, Studenten, Professoren und HTW-Angestellte dürfen es nicht nutzen, weil keine Genehmigung der Unteren Bauaufsicht der Stadt Saarbrücken vorliegt. Ob fehlende Kommunikation zwischen Auftraggeber und Bauträger oder Planungsfehler: Der Brandschutz im Gebäude ist nicht für 1000 Menschen ausgelegt, sondern nur für 200. Das monierte die Bauaufsicht . Erst schlug HTW-Rektor Wolrad Rommel im „Saartalk“ Alarm und sagte, dass die HTW bei weiter geschlossenem Hochhaus ab kommendem Frühjahr keine neuen Studenten mehr aufnehmen könne.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ( CDU ) machte gestern Druck auf die Untere Bauaufsicht der Stadt Saarbrücken . „Es ist dringend erforderlich, dass wir Klarheit haben, wann das HTW-Hochhaus bezogen werden kann“, sagte Kramp-Karrenbauer vor Journalisten. In der Staatskanzlei werde geprüft, ob das Gebäude teilweise bezogen werden könne. Falls die Bauaufsicht zu dem Schluss komme, dass ein Bezug des Hochhauses nicht möglich ist, müssten Ersatzräumlichkeiten gesucht werden. Es sei deswegen ein Schulterschluss zwischen der HTW und der Wissenschaftsabteilung der Staatskanzlei erforderlich. „Wir brauchen jetzt die Entscheidung der Unteren Bauaufsichtsbehörde“, so die Landeschefin. Grünen-Fraktionsvize Klaus Kessler sagte, dass es scheine, als ob „das Land bei größeren Bauprojekten schlichtweg überfordert ist“. Die „peinliche Hängepartie“ um das HTW-Hochhaus stehe dem Ärger um den Museumsanbau-Skandal in nichts mehr nach.

Zur Maut-Debatte innerhalb der Union sagte Kramp-Karrenbauer, dass sich das Saarland erst äußern werde, wenn ein Gesetzentwurf von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt ( CSU ) vorliege. „Es ist wie beim Mindestlohn, es ist eine Entscheidung über die Einführung der Maut im Koalitionsvertrag festgeschrieben“, sagte die Saar-CDU-Chefin, die sich nicht in die Riege der CDU-Kritiker an den Mautplänen einreihen wollte. Es gehe nicht mehr um das „ob“, sondern darum, wie man die Maut „vernünftig umsetze“. Vom Gesetzentwurf erwarte sie, dass er eine Antwort darauf beinhalte, wie mit Grenzgängern verfahren werde.Die Baudezernentin Saarbrückens, Rena Wandel-Hoefer (parteilos), hat dem Rektor der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Wolrad Rommel, ein Gespräch angeboten, „um weitere Fehleinschätzungen Rommels künftig zu vermeiden“. Rommel hatte sich im „Saartalk“ verärgert über die „Hängepartie“ am HTW-Hochhaus in Alt-Saarbrücken geäußert. Er forderte von der Stadtbaurätin ein klares Bekenntnis, dass der Bau für die Hochschule genutzt werden könne. Wandel-Höfer erwiderte, Rommel seien offenbar „weder die Rolle einer Unteren Bauaufsicht im Genehmigungsverfahren noch die besonderen Rahmenbedingungen und Defizite des konkreten Bauantrags bekannt“.
© WhatsBroadcast
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