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Studie: Vor allem Frauen Opfer von Mobbing

Die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises weiß auch aus eigener Erfahrung, dass sich Frauen eher jemandem anvertrauen: „Sie kommunizieren diese Probleme eher als Männer. Männer sprechen es seltener aus“, sagt Schröteler. Thimmel von der Arbeitskammer des Saarlandes vergleicht es mit dem Gang zum Arzt: „Wie beim Arztbesuch, werden viele Männer von ihren Frauen an der Hand zu uns geführt.“

Männer und Frauen gehen aber nicht nur unterschiedlich mit dem Thema um, sie mobben auch anders: „Frauen sind cleverer, ausgetüftelter“, sagt Schröteler. Sie haben andere Waffen, Methoden, auf die Männer nicht kommen. „Sie setzen eher Gerüchte in die Welt und versuchen es über das soziale Ansehen“, fasst Thimmel zusammen. Männer versuchen es eher über die Arbeitsleistung: „Viele machen die Leistung der Kollegen schlecht oder unterstellen sogar Fehler“, erklärt er.Versucht man Mobbingfälle weiter zu lokalisieren, stellt man fest, dass es nicht nur zwischen den Geschlechtern Unterschiede gibt, sondern auch zwischen den Branchen. Grundsätzlich ist zwar niemand vor Mobbing sicher – es kann sowohl den Chefarzt als auch die Putzfrau treffen – doch es gibt Branchen, die häufiger betroffen sind als andere. Thimmel und Schröteler nennen dieselben Berufe, die besonders gefährdet sind: Sozialarbeiter, Ärzte, Krankenschwester/- pfleger, Erzieher.

„Überall dort, wo die Arbeitsbedingungen sehr schwer sind und viel kommuniziert werden muss“, erklärt Thimmel. Auch ein hoher Kundenverkehr kann Mobbing begünstigen, wie zum Beispiel im Kreditgewerbe, wo es auf die Abschlüsse ankommt. Auffallend sei zudem, dass besonders neue oder junge Kollegen gemobbt werden. Letztendlich habe Mobbing jedoch etwas mit der Firmenpolitik zu tun, erklärt Thimmel.

Daher käme es in bestimmten Betrieben gehäuft zu Fällen. Ursachen können Umstrukturierungsprozesse oder fehlende Führungsqualitäten der Chefetage sein. Führungskräfte haben Verantwortung und müssen hinschauen, betont er. „Viele Führungskräfte erlangen ihre Position leider nur wegen ihrer fachlichen Kompetenz.“ Dabei sei die soziale Kompetenz genauso wichtig. Daran müsse sich etwas ändern.

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