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Stuttgarter gewinnt Auftakt zur Rallyemeisterschaft in St. Wendel

Am Samstagabend gegen 18.30 Uhr strahlten in der St. Wendeler Innenstadt die Rallye-Piloten im Ziel mit der Abendsonne um die Wette. Vorneweg Gesamtsieger Mark Wallenwein. Der Stuttgarter hatte nach elf Wertungsprüfungen (WP) mit einer Gesamtlänge von knapp 135,19 Kilometern einen souveränen Start-Ziel- Sieg herausgefahren. „Es hat alles gepasst, wir haben die maximale Ausbeute eingefahren“, freute sich der Stuttgarter. Ihm sei vor rund 12 000 Zuschauern an zwei Tagen ein guter Saisonauftakt gelungen. Wie 2012 wolle er auch in diesem Jahr deutscher Rallyemeister werden. „Zwischendurch gab es Probleme mit dem Getriebe, doch wir haben es am Leben halten können“, schilderte der Skoda-Fabia-Pilot. Bereits am Freitag legte er einen Vorsprung zwischen sich und Konkurrenz, zur Mittagspause am Samstag waren es 40 Sekunden.

„Unter normalen Umständen ist nichts mehr zu machen“, gab Hermann Gaßner junior nach sechs WP zu. Vor seinem Vater Hermann belegte er später im Mitsubishi Lancer Evo X den zweiten Platz. „Er ist ja jünger, deshalb muss er doch schneller sein als ich“, sagte der Drittplatzierte Gaßner senior. Drei Sekunden konnte Gaßner junior dem Führenden Wallenwein auf dem Stadtrundkurs noch abknöpfen. Die verlorene Zeit holte sich Wallenwein auf der finalen Super Stage Bosenberg 3 zurück.

„Ein überragendes, sehr wechselhaftes Teilstück auf absolutem Weltmeisterschaftsniveau“, schwärmte nicht nur Wallenwein von WP11. Rasend schnell und konstant in den Top Zehn waren Marijan Griebel und Co-Pilot Alexander Rath im Opel Adam unterwegs. „Hier und da ging etwas Zeit verloren, weil der Motor manchmal das Gas nicht angenommen hat“, berichtete der Lokalmatador aus Hahnweiler. Erwartet von Verwandten und Freunden, fuhr er als Gesamtsechster an der Basilika vor. „Und dazu bei dieser Konkurrenz noch die Division zu gewinnen, es war eine richtig gute Rallye“, jubelte der 24-Jährige. Schnellster Saarländer war der Piesbacher Lars Mysliwietz (Citroen DS3), der auf Rang acht reinkam. „Alles im grünen Bereich, wir sind unter den Top Ten“, sagte Mysliwietz. Es sei eine technisch sehr anspruchsvolle Schleife gewesen.

„Ich fand, es waren sehr viele Zuschauer unterwegs an der Strecke. So etwas macht Spaß, manchmal macht man dadurch auch etwas zu viel“, plauderte Mysliwietz mit einem spitzbübischen Grinsen. Ingo und sein Vater Hanno Brocker aus Wolfersweiler landeten mit ihrem 22 Jahre alten Ford Escort RS Cosworth auf Rang zehn. „Da wollten wir hin“, sagte Ingo Brocker. Sein Vater habe richtig gut den Streckenplan, das sogenannte Gebetbuch, gelesen. „Ich gehe doch nie in die Kirche“, scherzte Hanno Brocker sofort. Sie hätten sogar noch schneller sein können. „Aber wenn man plötzlich den Schaltknüppel in der Hand hält, geht das schlecht“, sagte Brocker junior. Glück im Unglück hatten Lukas Meter/Tom Engel (Nonnweiler/ Hosingen). Bei der WP4 Windpark 3 überschlugen sie sich mehrfach mit dem Citroen DS3. „Beide sind unverletzt und sind mit einem Schock davongekommen“, meldete Rallyeleiter Thomas Krisam. Der Auftakt in die deutsche Rallye- Meisterschaft sei gelungen. „Besser hätte es kaum laufen können“, resümierte Krisam. Die Veranstaltung habe alles geboten, was erstklassigen Rallyesport ausmache.


AUF EINEN BLICK

Ergebnisse der Saarland-Pfalz-Rallye: 1. Mark Wallenwein/ Stefan Kopczyk (Stuttgart/Heilbronn), Skoda Fabia S2000, 1:28:06,2 Stunden, 2. Hermann Gaßner Junior/Ursula Mayrhofer (Surheim/Surheim), Mitsubishi Lancer Evo X, 35, Sekunden zurück, 3. Hermann Gaßner Senior/Harald Brock (Surheim/Meinerzhagen), Mitsubishi Evo X, 2:21,9 Minuten zurück, 4. Christian Riedemann/Lara Vaneste (Sulingen/ Roeselare), Citroen DS3, 3:33,2 Minuten zurück, 5. Julius Tannert/Jennifer Thielen (Lichtentann/Diekirch), Citroen DS3, 5:25,6 Minuten zurück, 6. Marijan Griebel/ Alexander Rath (Hahnweiler/Trier), Opel Adam, 5:58,5 Minuten zurück, 7. Fabian Kreihm/Josefine Beinke (Crumbach/ Bünde), Opel Adam, 4:06,5 Minuten zurück, 8. Lars Mysliwietz/Oliver Schumacher (Piesbach/Fluterschen), Citroen DS3, 7:09,2 Minuten zurück, 9. Ronny Foxius/Luc Arend (Hosingen/Eselborn), Citroen DS3, 7:57,6 Minuten, 10. Ingo Brocker/Hanno Brocker (Nohfelden/Wolfersweiler), Ford Escort Cosworth, 8:23,5 Minuten zurück. frf
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