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Terrassen-Mord von Klarenthal: Prozess tritt auf der Stelle

Saarbrücken. Der Strafprozess zum Terrassen-Mord von Klarenthal tritt auf der Stelle. Gestern, am zweiten Prozesstag, hörten die Richter unter anderem den Stiefvater der Angeklagten als Zeugen. Der 52 Jahre alte Handwerker beschrieb seine Stieftochter als eine gespaltene Persönlichkeit ohne Gefühl. Laut Anklage soll die 31-jährige Frau in der Nacht zum 1. Oktober 2009 auf ihrer Terrasse ihren schlafenden Lebensgefährten (47) mit einer Axt erschlagen haben. Sie war von dem Opfer kurz zuvor als Alleinerbin eingesetzt worden.

Beweislage und Aussage zu vage

Dazu der Stiefvater, den die Mutter der Angeklagten kürzlich wohl auf Anraten der Stieftochter verlassen hat: Seiner Meinung nach könnte die Stieftochter etwas mit der Bluttat zu tun haben. Sie sei wenige Tage nach der Tat mit ihrer Mutter in einen Wellness-Kurzurlaub gefahren. Das mache man doch in so einer Situation nicht. Aber, so der Mann weiter: Sicher sei er sich da nicht. Denn vielleicht trauere jeder auch auf seine Weise. Ähnlich diffus wie diese Aussage ist die Beweislage im Prozess. Handfeste Beweise gegen die Angeklagte, die sämtliche Vorwürfe bestreitet und kürzlich von den Richtern aus der Untersuchungshaft entlassen wurde, gibt es nicht. Die Anklage stützt sich auf ein Gebäude aus Indizien. Ob dies am Schluss des bis Ende des Monats terminierten Prozesses für eine Verurteilung reichen wird, ist fraglich.
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