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Terrassenmord: Polizei sucht weiter nach Beweisen

Saarbrücken. Die Polizei sucht weiter nach Beweisen im Fall des Terrassenmordes von Klarenthal. Das Landgericht hat gestern, am neunten Verhandlungstag im Indizienprozess gegen die 31 Jahre alte, vermeintliche Mörderin von Knut J. (47), weitere Durchsuchungen angeordnet. Es geht um ein Paar Handschuhe mit Noppen, die bei der Blutat in der Nacht zum 1. Oktober 2009 von dem Täter oder der Täterin wahrscheinlich getragen worden sind.

In jener Nacht war Knut J. auf der Terrasse des von seiner neuen Lebensgefährtin gemieteten Hauses im Schlaf mit einer Axt erschlagen worden. Das Werkzeug hatte J. im Zuge seiner Scheidung aus seinem früheren Zuhause mitgebracht. An dessen Griff fanden sich die Spuren handelsüblicher Noppenhandschuhe. Die passenden Handschuhe dazu wurden bislang nicht gefunden - weder in dem Haus der Angeklagten in Klarenthal noch in dem Haus der Familie des Opfers. Nun soll nach dem Willen der Richter auch noch im Haus der Familie der angeklagten Lebensgefährtin von J. gesucht werden.

Handschuhe gesucht
Die 31-Jährige war vom späteren Mordopfer nur wenige Tage vor der Tat als Alleinerbin eingesetzt worden. Der Oberstaatsanwalt wirft ihr heimtückischen Mord aus Habgier vor. Sie soll J. erschlagen haben, um an dessen Geld zu kommen. Die Frau, die bereits vor Beginn des Prozesses aus der Untersuchungshaft entlassen worden ist, weist diese Anschuldigungen zurück. Handfeste Beweise gegen sie gibt es nicht. Für eine mögliche Schuld der 31-Jährigen sprechen nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen lediglich Indizien.

Diese Indizien aus dem Vorleben oder dem Verhalten der Angeklagten und des Tatopfers sind an den vergangenen Prozesstagen Punkt für Punkt abgearbeitet worden. Dabei wurden zahlreiche Zeugen aus dem Umfeld der betroffenen Familien gehört. Unter dem Strich ergab sich daraufhin Bedarf an weiteren Ermittlungen. So hatte ein Zeuge davon gesprochen, dass er ähnliche Noppenhandschuhe wie die, die bei der Tat benutzt worden sein sollen, bei der Mutter der Angeklagten gesehen habe. Danach wird jetzt gesucht.

Telefondaten sollen weiterhelfen
Aber auch die moderne Technik bei der Überwachung von Telefonen soll helfen. So soll nun versucht werden, aus den Daten der von der Angeklagten benutzten Mobiltelefone eine Art grobes Bewegungs- und Verhaltensmuster der Frau rund um die Tatzeit zu rekonstruieren. Die Ergebnisse dieser weiteren Ermittlungen werden Anfang August erwartet. Dann soll der Prozess zum Terrassenmord weitergehen. wi



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