A620 Saarbrücken - Saarlouis zwischen Völklingen und Völklingen-Wehrden in beiden Richtungen Nachtbaustelle auf dem linken Fahrstreifen, linker Fahrstreifen gesperrt, bis 21.06.2018 05:30 Uhr (20.06.2018, 18:40)

A620

Priorität: Normal

19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
19°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Tholey-Neipel: Drohbrief wegen freilaufender Hunde

Konkret heißt es in dem Brief, der zeitgleich an die Tholeyer Gemeindeverwaltung ging: "Zwei größere freilaufende Hunde stürmen auf eine Passantin los; einer davon springt bis auf Schulterhöhe an ihr hoch, wirft sie fast um und verschmutzt dabei erheblich deren Oberbekleidung, während der zweite Hund sie abwartend umkreist." Doch damit nicht genug: "Ein mittelgroßer freilaufender Hund nähert sich zum Schrecken der Eltern in bedenklicher Weise Kinderwagen mit Babys darin." Darüber hinaus kritisiert der geheime Verfasser, dass die Tiere unter anderem in den Vorgärten Kot zurücklassen. Und das alles, obwohl es eine Leinenpflicht in der Gemeinde Tholey gebe.

Das bestätigt Bürgermeister Hermann Josef Schmidt (CDU). "Es gibt eine Polizeiverordnung, die besagt: Hunde an die Leine." Dass Tierhalter dennoch immer wieder dagegen verstoßen, sei nichts Neues und kein ausschließliches Problem im Ortsteil Neipel.  Das bestätigt auch Ortsvorsteher Aloisius Berwanger: "Alle vier Wochen kommt es zu Beschwerden, dass Hunde nicht angeleint über die Straßen und Felder ziehen." "Wir werden erneut darauf hinweisen, dass sich daran zu halten ist", kündigt Schmidt an. Zu ernsten Zwischenfällen sei es jedoch bislang nicht gekommen.



Es gibt durchaus Menschen, die sich vor Hunden fürchten. Da spielt es keine Rolle, ob diese Angst berechtigt ist oder nicht. Es ist so, basta! Und es gibt klare Anweisungen, wonach Hunde an die Leine gehören. Denn auch wenn der Vierbeiner nicht gefährlich ist, muss man es nicht mögen, wenn man von einem Tier angesprungen wird. Auch wenn es nur um eingeforderte Streicheleinheiten geht. Daran sollten sich alle Hundebesitzer halten. Aus Rücksicht gegenüber den anderen Bürgern, die Abstand haben wollen. Verständnis für diejenigen, die diese Regeln missachten, gibt es nicht.

Gleiche Verständnislosigkeit gilt indes für anonyme Briefeschreiber. Wer etwas zu beklagen hat, soll sich persönlich und offen dazu bekennen. Diejenigen, die sich hinter heimlichen Schreiben verstecken, sind feige und genau so zu verurteilen wie diejenigen, die Gesetze missachten. Schlimmer noch, wenn sie wie im Neipeler Fall sogar drohen. Wer sich auf solch eine Ebene begibt, hat es nicht verdient, Rechte einzufordern, die er selbst mit Füßen tritt. Denn Geheimnistuerei grenzt ebenso die Freiheit der anderen ein wie diejenigen, die sich nicht an Recht und Gesetz halten.

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein