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Tödliche Messerattacke: 3 Jahre Haft für Saarbrücker (33)

Die 14 Zentimeter lange Klinge habe das Brustbein verletzt, eine Rippe durchtrennt und die Lunge des Opfers getroffen. Der Mann habe sich anschließend eine Etage tiefer geschleppt, den Dolch aus der Wunde gezogen und bei einem Nachbarn geklingelt. Vor dessen Tür sei er zusammengebrochen, habe „Krankenwagen, Krankenwagen“ gemurmelt und sei gestorben. Er verblutete.

Diese „Kombination Alkohol – Streit – Tod haben wir häufig als Schwurgericht zu beurteilen“, betonte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung. Und oft sei es dabei schwierig, den genauen Ablauf der Ereignisse zu ermitteln. So auch hier. Der einzige Mensch, der dabei gewesen war, als das Opfer von dem Messer getroffen wurde, sei der Angeklagte gewesen. Aber der will sich an die Ereignisse nicht mehr erinnern. Also schien zunächst fast alles möglich. Von einem Selbstmord des 33-jährigen Opfers über einen Unfall oder Notwehr bis hin zu einem Tötungsdelikt.

Aber im Laufe der Beweisaufnahme hätten die Fakten Stück für Stück ein klares Bild ergeben. Danach sei Selbstmord auszuschließen. Wer sich umbringen wollte, der suche nicht Hilfe beim Nachbarn. Und ein Unfall sei es nicht gewesen, dazu sei der Stich viel zu tief. Auch klare Anhaltspunkte für Notwehr gebe es nicht. Was bleibe, sei ein wuchtiger Stoß mit dem Dolch in den Oberbauch des Opfers. Das sei eine vorsätzliche Körperverletzung mit (fahrlässiger) Todesfolge. wi

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