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Trotz Europa-Galerie: Bahnhofstraße brummt

Die Europa-Galerie hat der Bahnhofstraße nicht geschadet. Das ist die einhellige Meinung von Saarbrücker Geschäftsleuten und der Citymarketing GmbH.

Die Europa-Galerie hat der Bahnhofstraße nicht geschadet. Das ist die einhellige Meinung von Saarbrücker Geschäftsleuten und der Citymarketing GmbH.

Christopher Wunderlich von Jones Lang LaSalle gibt zu, dass es sich bei der Zählung nur um eine Momentaufnahme handelt: „Das darf man nicht überbewerten, sondern muss es sich langfristig anschauen.“ Die Zahl sage noch nichts darüber aus, ob die Europa-Galerie Kunden aus der Bahnhofstraße abziehe. Doch Wunderlich ist überzeugt, dass eine Galerie mit 25 000 Quadratmeter Einkaufsfläche natürlich Auswirkungen auf die Bahnhofstraße habe: „Jedes Center will Kaufkraft abschöpfen.

Zu einem ganz anderen Ergebnis wie Jones Lang LaSalle kommt die Saarbrücker Citymarketing GmbH. Mitarbeiter hätten am 30. April vor der Stadtapotheke und C&A, also an zwei Stellen gezählt, berichtet Geschäftsführer Alexander Hauck. Zwischen 14 und 17 Uhr seien stündlich zwischen 6000 und 6500 Menschen in der Bahnhofstraße gewesen. Hauck hatte gleich mehrere Erklärungen dafür, dass Jones Lang La- Salle auf andere Zahlen gekommen ist: der 16. April war der erste Samstag nach dem Beginn der Osterferien, viele Leute seien weggefahren, glaubt Hauck.

Zudem müsse man die saarländische Eigenheit berücksichtigen, zwischen 12 und 14 Uhr zu essen, meinte Hauck: „In dieser Zeit ist in den Läden am wenigsten los.“ Das Frankfurter Unternehmen hätte also alle Leute, die in den Restaurants und Cafés saßen, mitzählen müssen, meint der Geschäftsführer: „Denn der Einzelhandel brummt hier erst ab 15 Uhr.“

Für Alexander Hauck ist klar, dass die Europa-Galerie Leute anzieht – das bedeute aber nicht, dass sie nur dorthin gehen und die Bahnhofstraße meiden. Das kann auch Sven Hofer, geschäftsführender Gesellschafter von Juwelier Krämer, bestätigen. „Die Galerie zieht zusätzliche Leute in die Bahnhofstraße.“ Er freut sich über viel Laufkundschaft und gute Umsatzzahlen. Hauck fügt hinzu, dass auch der St. Johanner Markt nicht unter der Europa- Galerie leide. Doch Saarbrücken dürfe sich nicht ausruhen, betont er: „Wir müssen weiter klarmachen: Wer nach Saarbrücken kommt, kauft nicht nur ein, sondern bekommt ein Erlebnis dank vieler Veranstaltungen und der Gastronomie. Deshalb müssen wir die City weiter attraktiv halten.“

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