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Uniklinik: Neubau ist stabil

Das Gutachten ergab: Der Rohbau der Klinik für Innere Medizin in Homburg ist stabil.

Das Gutachten ergab: Der Rohbau der Klinik für Innere Medizin in Homburg ist stabil.

Die Herren in den dunklen Anzügen und gelben Warnwesten fallen auf der Großbaustelle des 140-Millionen- Projektes „Neubau der Inneren Medizin“ des Homburger Uniklinikums auf. Vorstandschef Professor Dr. Wolf- Ingo Steudel und der kaufmännische Vorstand Ulrich Kerle wollen den skeptischen Journalisten die gute Nachricht persönlich übermitteln. „Der Neubau der Inneren Medizin des Uniklinikums ist stand- und brandsicher!“ Zu diesem Resultat kommt nach Klinikangaben ein Endgutachten, das bei dem Münchner Ingenieurbüro Feix für rund 25 000 Euro in Auftrag gegeben wurde. Anlass waren frühere Gutachterfeststellungen, dass etwa nicht die ursprünglich bestellten Abstandshalter bei Teilen der Bewehrung eingebaut wurden und größere Risse im Beton aufgetreten sind.

Die ersten Hinweise auf Unregelmäßigkeiten gab der Oberstaatsanwalt, der gegen den zwischenzeitlich – auch wegen Korruptionsdelikten in Zusammenhang mit der Homburger Großbaustelle – verurteilten Ex-Chef einer Völklinger Firma ermittelte. Gutachter Feix bestätigte grundsätzlich die aufgezeigten Mängel, meldet aber keine Bedenken zur Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Bauwerkes an. In einer Erklärung der Klinik heißt es, Berechnungen des Experten „belegen, dass die festgestellten Abweichungen insgesamt zu einer geringeren rechnerischen Tragfähigkeit führen, die jedoch durch eine Reduktion der Nutzlasten“ kompensiert werden könne.

Es sei alles kein Problem, so die Botschaft von Architektin Petra Wörner und Projektsteuerer Jan Segelbacher, schließlich sei von Anfang an eine höhere Tragfähigkeit gefordert worden, als die Norm vorgebe. Und die aufgetretenen Risse in einer Decke seien bereits professionell saniert worden, um die „angestrebte Dauerhaftigkeit des Tragwerks sicher zu stellen“. Beim Thema Abstandshalter werden „Abweichungen von planerischen Vorgaben“ eingeräumt. Darüber war die Bauleitung informiert. Damit stellt sich zwangsläufig die Frage nach mangelhafter Kontrolle.

Immerhin hält der Gutachter fest, dass „die gewählten Maßnahmen (Abstandshalter, S-Haken) zur Sicherstellung der planmäßigen Lage der Bewehrung bzw. einer ausreichenden Betondeckung nicht ausreichend waren“. Deshalb müsse die geplante Nutzlast der Decken reduziert werden. Trotz der Turbulenzen liege der Bau im Zeit- und Kostenplan, so Vorstand Kerle. Anfang 2015 sollen die ersten Patienten einziehen. Betonsanierung und Gutachten kosteten rund 330 000 Euro. Der Ex-Unternehmer musste vor Baubeginn eine Bürgschaft über 450 000 Euro hinterlegen.


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