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Verbraucherzentrale Saarland wird 50

Saarbrücken. Wie hat sich der Verbraucherschutz im Laufe der Zeit gewandelt und welchen Herausforderungen muss er sich in Zukunft stellen? Diesen Fragen widmete sich eine Podiumsdiskussion, die am Freitag anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Verbraucherzentrale Saarland im Saarbrücker Schloss stattfand. Moderiert wurde die Veranstaltung von Peter Stefan Herbst, SZChefredakteur, und Norbert Klein, Chefredakteur des SR. Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hob in ihrem Grußwort die Bedeutung der Verbraucherzentrale hervor: „Wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie erfinden.“

Wesentliche Aufgabe der Verbraucherschützer sei es, den Konsumenten klare, verlässliche Informationen zu liefern, so Holger Krawinkel vom Bundesverband der Verbraucherzentralen: „Es gibt inzwischen so viele Qualitätssiegel, dass der Kunde nicht mehr durchblickt.“

Wichtige Dienste nicht nur für Konsumenten

Im Laufe des Gesprächs wurde deutlich, dass der Verbraucherschutz nicht nur für die Konsumenten wichtige Dienste leistet: „Er ist auch wichtig für die Unternehmen, weil hier die schwarzen Schafe aufgedeckt werden, die vielleicht sonst eine ganze Branche diskreditieren“, sagte Andrea Gröppel-Klein, Direktorin des Instituts für Konsum- und Verhaltensforschung an der Universität des Saarlandes.

Das Verhalten der Konsumenten habe sich im Lauf der Jahre verändert. „Der Preis ist nicht mehr das alleinige Kaufkriterium. Die Produktqualität und die ökologische Dimension sind zu wichtigen Aspekten geworden“, so Jürgen Zimper, Geschäftsführer der saarländischen Verbraucherzentrale. Mit den sich wandelnden Bedürfnissen der Konsumenten müssten die Verbraucherschützer auch ständig neue Angebote machen. So müsse zum Beispiel auf den demografischen Wandel reagiert werden, indem eine Pflegeberatung angeboten werde, sagte Zimper.

Verbraucherschutz vor allem im Internet

Herausforderungen für die Zukunft sahen die Teilnehmer in unterschiedlichen Bereichen. Verbraucherschutzminister Georg Weisweiler (FDP) glaubt, dass Verbraucher vor allem im Internet geschützt werden müssen. Zugleich räumte er ein, dass die Politik in diesen Bereichen „fast Getriebener“ sei. Die technische Entwicklung verlaufe so rasant, dass die Gesetzgebung nicht immer hinterherkomme. Zimper kritisierte in diesem Zusammenhang, dass vor allem junge Menschen unvorsichtig mit ihren Daten im Netz umgingen. Eine „Mammutaufgabe“ für die Verbraucherzentralen sieht Klaus Borger, Staatssekretär des Umweltministeriums, in der Energiewende: „Es gilt, die Menschen zu informieren, sodass sie nicht nur etwas für das Klima, sondern auch für ihren Geldbeutel tun.“

© WhatsBroadcast
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