A8 Saarlouis Richtung Luxemburg AS Merzig-Schwemlingen Anschlussstelle gesperrt, Fahrbahnerneuerung, Dauer: 24.04.2018 09:00 Uhr bis 30.05.2018 16:00 Uhr (24.04.2018, 06:36)

A8

Priorität: Dringend

21°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
21°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Verdacht auf Insiderhandel: IDS Scheer gibt Durchsuchungen zu

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) vermutet, dass im Vorfeld der Übernahme von IDS Scheer durch die Software AG Insiderhandel stattgefunden hat. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) vermutet, dass im Vorfeld der Übernahme von IDS Scheer durch die Software AG Insiderhandel stattgefunden hat. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Saarbrücken/Darmstadt. Sprecher des Saarbrücker Software- und Beratungshauses IDS Scheer und der Darmstädter Software AG haben gestern nach einem Bericht der Saarbrücker Zeitung (Donnerstagsausgabe) Durchsuchungen wegen Verdachts des Insiderhandels bestätigt. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt nach einer entsprechenden Strafanzeige der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Hintergrund sind offenbar auffällige Handelaktivitäten mit Aktien im Zuge der im Sommer 2009 erfolgten Übernahme der IDS Scheer AG durch die Software AG.

Nach Angaben von Norbert Eder, Sprecher der Software AG, wird konkret gegen drei Mitarbeiter der IDS Scheer AG und einen Mitarbeiter des Darmstädter Unternehmens ermittelt. Nach Informationen unserer Zeitung stehen acht weitere Personen aus dem Umfeld dieser Betroffenen im Fokus der Ermittler.

Auch Vorstandschef im Visier der Ermittler?

Irmhild Plaetrich, Sprecherin von IDS Scheer, wollte Informationen, wonach Untersuchungen auch gegen den Saarbrücker Vorstandschef Peter Gérard laufen, "weder bestätigen noch dementieren". Plaetrich: "IDS Scheer unterstützt die Staatsanwaltschaft bei ihren Ermittlungen und geht von der Unschuld der betroffenen Mitarbeiter aus."

Im Vorfeld der Firmenübernahme habe das Unternehmen bei der Finanzaufsicht eine Liste mit etwa zehn Namen, die Insider-Kenntnisse hatten, eingereicht. Keiner der auf dieser Liste stehenden Personen werde vorgeworfen, selbst mit Aktien gehandelt zu haben. Vielmehr gehe es um Ermittlungen in deren erweiterten Umfeld. Auffällige Handelsaktivitäten im Vorfeld der Übernahme durch die Software AG hätten offensichtlich zum Abgleich der Aktienhändler mit dem sozialen Umfeld der gemeldeten Insider geführt.
mju

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein