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Vereine: Sulzbach will mit Tenniszentrum mehr Mitglieder anlocken

Die Tennisvereine DJK Sulzbach und TC Blau-Weiß Sulzbach arbeiten künftig zusammen - in einem neu gegründeten Verein. Der soll die Zukunftsfähigkeit sicher stellen und Mitglieder anlocken.

Die Tennisvereine DJK Sulzbach und TC Blau-Weiß Sulzbach arbeiten künftig zusammen - in einem neu gegründeten Verein. Der soll die Zukunftsfähigkeit sicher stellen und Mitglieder anlocken.

Sulzbach. Diese Frage beschäftigt Vereine sportart-übergreifend und nicht nur im Saarland: Wie reagieren wir auf den demografischen Wandel? Phänomene wie Mitgliederschwund oder verändertes Freizeitverhalten sind Faktoren der Veränderungen der Bevölkerungsstruktur und schüren die Konkurrenz zwischen Vereinen.

Die Tennisabteilung der DJK Sulzbach (derzeit etwa 300 Mitglieder) und der TC Blau-Weiß Sulzbach (160 Mitglieder) glauben, für sich eine Antwort auf diese Problematik gefunden zu haben. Mit der gemeinsamen Gründung eines neuen Vereins sollen die Kräfte von DJK und TC gebündelt werden. Ab Mitte August wird es demnach das „Tenniszentrum Sulzbachtal“ – so der Arbeitstitel des neuen Clubs – geben. Der Spiel- und Trainingsbetrieb findet künftig auf dem Gelände der DJK am Schnappacher Weg in Sulzbach statt. Von den Sportanlagen an der Blaufabrik wird einzig die Tennishalle weiterhin genutzt.

Auch  Kostenoptimierung spielt eine wichtige Rolle

„Das vorrangige Ziel dieser Kooperation ist die sportliche Perspektive“, sagt Dietmar Brück, Vorsitzender der Tennisabteilung der DJK. „Aber auch die Kostenoptimierung spielt eine wichtige Rolle.“ Der Vorsitzende des TC Blau Weiß, Gerhard Blank, ergänzt: „Ein einfacher Tennisverein ist für die Zukunft nicht überlebensfähig. Unser Weg ist daher der einzig vernünftige.“ Sollte sich ein weiterer Verein mit auf den von den Sulzbacher Vereinen eingeschlagenen Weg machen wollen, hätten die beiden Vorsitzenden damit kein Problem, im Gegenteil. „Wir sind für alles offen“, sagt Dietmar Brück.


Beide Vereine erhoffen sich  wieder Zulauf


Dass die Idee des ehemaligen saarländischen Ministers für Wirtschaft und Arbeit, Hans-Peter Georgi, nicht gleich von allen Mitgliedern der Vereine bedenkenlos mitgetragen wurde, war klar. „Erst im zweiten Anlauf bekamen wir in der Abstimmung eine deutliche Mehrheit“, sagt Blank, der sich sicher ist: „Vereinsaustritte wird es zwangsläufig geben.“ Auch die DJK tat sich schwer, als sie im November bei einer Mitgliederversammlung über das Arbeitspapier Georgis diskutierte. „Es wurde intensiv debattiert. Am Ende übertrafen wir aber bei der Abstimmung sogar die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit“, erzählt Brück.

Langfristig erhoffen sich beide Vereine wieder Zulauf, vor allem durch die neue Perspektive. Die Zusammenlegung der Mannschaften wurde schon zur aktuellen Saison realisiert, was erste Früchte trägt. Die Damenmannschaft konnte sich in der Saarlandliga, der höchsten saarländischen Spielklasse, halten und „unsere Herren 40 schaffen aller Voraussicht nach den Aufstieg in die Landesliga“, freut sich Ralf Piro, stellvertretender Vorsitzender der DJK, über die ersten Erfolge des Projekts.

Zusammenarbeit mit neuem Trainerstab

Zu diesem gehört auch die Zusammenarbeit mit einem neuen Trainerstab. Die „Tennisschule Phatt“, bestehend aus den vom Deutschen Tennisbund lizensierten B-Trainern Heiko Paar, Milan Hoferichter und Gerrit Abel, soll die 15 Erwachsenen- und acht Jugendteams zu weiteren gemeinsamen Erfolgen führen.

© WhatsBroadcast
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