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Völklingen bekommt eine neue Müllgebühren-Satzung

In Völklingen ändern sich Regeln und Gebühren für die Müll-Entsorgung.

In Völklingen ändern sich Regeln und Gebühren für die Müll-Entsorgung.

Völklingen. Jetzt ist es amtlich: In Völklingen ändern sich Regeln und Gebühren für die Müll-Entsorgung, teilweise zum Januar 2012, teilweise rückwirkend zum Januar 2011. Die neuen Satzungen dazu hat die Vertreterversammlung des Entsorgungszweckverbandes Völklingen (EZV) am Mittwoch – größtenteils einstimmig – verabschiedet.

Kleine Haushalte sparen Geld

Auf den ersten Blick sieht es dabei so aus, als müssten die Völklinger für ihren Abfall generell tiefer in die Tasche greifen. Denn, wie bereits berichtet, steigen die Grundgebühren. Ebenso die Gebühren für die einzelnen Mülltonnen-Leerungen; nach deren Zahl bemisst sich am Jahresende die Höhe der Rechnung. Aber schaut man genau hin, ergibt sich ein differenzierteres Bild. Denn wer Müll vermeidet und Abfälle konsequent trennt, kann ordentlich sparen. Wer das nicht tut, muss freilich tiefer in die Tasche greifen. Wobei der EZV die Bewohner von Hochhäusern, die geringere Chancen zum Müll-Sparen haben – die großen Abfallbehälter dort werden in regelmäßigem Takt geleert – weniger stark zur Kasse bittet als Einfamilienhaus-Bewohner, die selbst entscheiden können, wie oft sie ihre Tonne für die Müllabfuhr bereitstellen.



Die wichtigsten Neuerungen: Die Zahl der Mindestleerungen pro Jahr, die man auf jeden Fall bezahlen muss, sinkt von zehn auf sechs, in Ausnahmefällen sogar auf nur vier. Und neben der bisher kleinsten Tonne mit 120 Litern Fassungsvermögen gibt es jetzt auch eine 80-Liter-Tonne.  Wer bis März 2012 umsteigt auf das 80-Liter-Gefäß, muss dafür keine Wechsel-Gebühr bezahlen. Weggefallen ist dafür die „Nachbarschaftstonne“: Bisher konnten sich Besitzer direkt aneinander angrenzender Grundstücke ein 120-Liter-Müllgefäß teilen.

Mit diesen Änderungen reagiert der EZV auf das Oberverwaltungsgerichts-Urteil, das der Völklinger Werner Schmitt erstritten hatte. Die vorherige EZV-Satzung, so hatten die Richter bemängelt, biete Ein- und Zweipersonenhaushalten zu wenig Anreize zur Müllvermeidung, die per Gesetz ausdrücklich als Ziel festgeschrieben ist. Die neue Satzung fordert nun auf zum Müll-Sparen.

Kostendeckung muss sein

Trotzdem, für viele Völklinger wird die Müllabfuhr teurer (siehe Artikel unten). Das aber, darin waren sich EZV-Vertreter von CDU, SPD und Linken einig, lasse sich nicht vermeiden; „wir werden zustimmen müssen“, sagte Paul Hommes (SPD) seufzend. Der Restmüll – Abfall, den man nicht wiederverwerten kann, sondern verbrennen muss – wird zwar weniger. Doch die Kosten, etwa für Personal und Fuhrpark, bleiben. Und sie müssen durch Gebühren gedeckt sein.

© WhatsBroadcast
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