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Völklinger Globus-Parkhaus gestern eingeweiht

Völklingen. Beinahe hätte der Völklinger Globus-Geschäftsleiter Jörg Moll zur Eröffnung des neuen Parkhauses am Sonntag einen großen Zeppelin über Völklingen aufsteigen lassen. So etwas ist allerdings von der Genehmigungslage her sehr aufwendig und außerdem nicht ganz ungefährlich. Mehr als ein Ersatz war aber ein Klassiker der Unterhaltung, der seit Jahrzehnten Jung und Alt nicht loslässt: der Luftballon- Weitflug-Wettbewerb. Er weckt den Ehrgeiz der Teilnehmer (vor allem der Väter der teilnehmenden Kinder) und hat für den Veranstalter den Vorteil, dass die Besucher der Stadt schon von weitem erkennen, dass da „was hochgeht“ (Moll).

Aber wohl auch ohne die Ballons wären am gestrigen verkaufsoffenen Sonntag Tausende in den Markt geströmt, zu Fuß oder per Auto. Es hatte sich herumgesprochen, dass sich das Globus-Warenhaus zur Eröffnung seines gut sechs Millionen teuren Parkhauses (das ab Dienstag Gebühr kostet) großzügig zeigen wollte. So gab es Sonderangebote, wurden die Kinder belustigt und geschminkt, zeigte die Saarbrücker Tanzschule Bootz-Ohlmann Kinder- und Showtanz und schmetterte schon um Punkt zwölf Uhr die Musik. Es war die an diesem Tag 27-köpfige Heidstocker Brass-Band Gugge mol, die das Fest mit dem krachenden Song „Fairytale gone bad“ eröffnete – zwei aus der Band arbeiten im Haus. In der Eingangspassage zwischen Markt und Parkhaus wurde das Publikum in einem provisorischen Gasthaus deftig bewirtet.

Und es lockten Verkostungen. Zu probieren gab es etwa ein Dosengetränk mit Kirscharoma und erotischer Versprechung im Namen. Oder türkische Sesamringe namens Simit – Bäcker Fahri Ciftci hat es geschafft, dass sein Laugengebäck ab Januar fest im Sortiment der Globus-Backwaren verankert sein wird. Das Unternehmen begrüßt übrigens an den Eingängen die Kundschaft ja nicht nur auf Deutsch und Französisch, sondern auch auf Türkisch: „Hos geldiniz!“ „E scheena Globus is das do, wie bei uns in Sankt Wendel“, sagte einer, der wohl extra weit hergekommen war. Und das war wohl ein schönes Kompliment. „Sieht ein bisschen aus wie in Shanghai“, befand ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung bei der ersten Gesamtansicht von den Rampen zur B 51, dem neuen Kreisel in der Rathausstraße und den Zu- und Abfahrten zum neuen Parkhaus.

Kopfnicken rundum – wobei der Unterschied darin liegt, dass in Shanghai immer Stau ist und hier alles fließt. Und es soll noch viel mehr laufen. Die Verantwortlichen sehnen den Tag des Spatenstichs am neuen City-Center herbei. Oberbürgermeister Klaus Lorig, Bürgermeister Wolfgang Bintz und Hans Agostini als Vertreter der Völklinger Kaufleute versicherten, demnächst seien Erfolgsmeldungen zu erwarten. Das Trio öffnete zusammen mit Globus-Chef Moll gestern Mittag das neue Bauwerk mit dem Durchtrennen eines roten Bandes. Die Ehrengäste sprachen übereinstimmend von einem „Meilenstein“ für die Stadtentwicklung und gingen das Parkhaus bei beißend kaltem Wind tatsächlich von unten bis oben ab, ehe sie sich Brezel und Gulasch schmecken ließen. Bis Ende März will Globus seine Gastronomie und den Metzgerei-Shop neu eingerichtet haben, danach wird das ganze Haus von oben nach unten renoviert und neu gestaltet. Insgesamt investiert der familieneigene Globus-Konzern 16 Millionen Euro in Völklingen.

© WhatsBroadcast
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