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Völklinger Polizei klärt Serie von Brandstiftungen an Papiercontainern auf

Symbolfoto

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Der Kriminaldienst der Polizeiinspektion Völklingen hat in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr eine Serie von Brandstiftungen an Papiercontainern aufgeklärt. Im Zeitraum vom 17. Juni bis 4. September, also vorwiegend während der großen Ferien, waren vor allem in Innenstadtgebiet 26 Container in Flammen geraten und auch Papier- und Hausmülltonnen angezündet worden. Dabei entstand ein Schaden von an die 20 000 Euro, die Kosten der Feuerwehreinsätze noch nicht mitgerechnet. Nun stehen drei Schüler im Alter von 17 bis 18 Jahren, darunter ein Mädchen, in dringendem Verdacht, verantwortlich zu sein. Wobei „Langeweile während der Ferien“ und der Wunsch, „die Feuerwehr in Aktion zu sehen“, das Motiv waren, wie der mutmaßliche Haupttäter bei Ermittlerin Marie Sinnwell aussagte.

„Die Brandstiftungen hätten bei einer Verpuffung jedenfalls für die Täter ganz böse ins Auge gehen können“, sagt Völklingens Feuerwehrführer Herbert Broy. Nachdem anfangs nur brennendes Papier zum Anzünden benutzt worden war, benutzten die Brandstifter nämlich später noch zusätzlich Benzin, das sie als Brandbeschleuniger aus Kanistern in die Container schütteten.
 

19 Mal in der Nacht

19 Mal musste wegen der Alarmmeldungen, die Feuerwehr ausrücken – und dies auch noch zwischen zwei und drei Uhr nachts, wo dann die Anwohner bemerkten, wie die Flammen lichterloh aus den Containern schlugen. Zunächst rückt in solchen Fällen die so genannte Hausmannschaft aus – eine Kernmannschaft, die rund um die Feuerwache in der Innenstadt wohnt. Die Serie hatte laut Broy zur Folge, das dieser Männer in der Zeit „kaum zum Schlafen kamen“ (Herbert Broy). Das verband sich mit dem Risiko, dass die Drehleiter, die ebenfalls von diesem Wehrmännern bedient wird, dann für sonstige Ernstfälle und Menschenrettung erst mit Verzögerung zur Verfügung gestanden hätte.

„Jeder Wochentag und jeder Wochenendtag konnte Tattag sein“, sagt Kriminaldienstleiter Hermann-Josef Flesch. Daher war es schwer, systematisch mögliche Tatorte zu beobachten. Deshalb spielte die Feuerwehr mit Kommissar, beobachtete, wer sich besonders für ihre Einsätze interessierte. Und Fleschs Mitarbeiter hörten sich um, führten Gespräche in der Jugendszene.

Eines war klar: Die Täter mussten motorisiert sein. Und dies traf auf einen 18-Jährigen zu, der sich auf zunehmenden Fahndungsdruck hin bei der Polizei stellte. Er nannte dann auch zwei Mitverantwortliche, die sich in unterschiedlichem Maße an den Taten beteiligt hätten.

Die drei Verdächtigen besuchen laut Polizei Schulen in Völklingen , stammen aus geordneten Verhältnissen und steuern auf das Abitur zu. Der 18-Jährige war bereits aufgefallen, als er bei einem Autokorso zur Fußballweltmeisterschaft mit einem bei einem Internet-Auktionshaus ersteigerten Blaulicht mitfuhr. Der Staatsanwalt wird nun über das weitere Vorgehen entscheiden. Das Jugendstrafrecht lässt verschiedene Möglichkeiten offen.
© WhatsBroadcast
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