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Vollmundige Tradition: „Henry's Eismanufaktur“ produziert Eis nach alter Sitte

Dominik Heil (vorne), Karina Schild und Elyas Benjeddou beim Kredenzen feiner Sorbets.

Dominik Heil (vorne), Karina Schild und Elyas Benjeddou beim Kredenzen feiner Sorbets.

Dominik Heil und seine zwei Angestellten haben alle Hände voll zu tun. Zumindest in der Mittagszeit rennen die Kunden seine Eisdiele „Henry's Eismanufaktur“ sprichwörtlich ein. Das mag nun im fortschreitenden Frühling mit steigenden Temperaturen nichts Außergewöhnliches sein. Bemerkenswerter ist vielmehr, dass Heil vollen Erfolg damit hat, Eis ganz klassisch ohne industrielle Zusatzprodukte zu kredenzen.

„Ich habe mir überlegt, dass es doch möglich sein müsste, Eis herzustellen, das so schmeckt wie in meiner Kindheit“, sagt der gebürtige Pirmasenser. Also nicht übermäßig süß und nicht mit künstlichen Zusatzstoffen und viel Luft aufgeblasen, wie beim meisten industriell hergestellten Eis. Heil bildetet sich mit Hilfe diverser Praktika fort und stellt jetzt Eis her, wie er es aus seiner Kindheit von italienischen Eismachern kennt, die traditionell auf natürliche Zutaten gesetzt haben. Seit Mitte April hat nun „Henry's Eismanufaktur“ in der Kappenstraße 1 am St. Johanner Markt geöffnet.

Dass es Heil mit seinem Ansatz ernst ist, Eis nach alter Väter Sitte herzustellen, beweißt er schon, wenn er Kunden bewirtet. Denn die können ihm nicht in die Eisschüsseln hineingucken, wie es bei anderen Eisdielen üblich ist. Heil und seine Angestellten holen das Eis nämlich aus geschlossenen Töpfen. „Dies kommt vor allem der Qualität zugute,“ sagt er. Einerseits bilde sich so weniger Kondenswasser und damit auch weniger Bakterien. Überdies könne er die Temperatur beim Servieren wesentlich besser beeinflussen und das Eis auch wärmer servieren, was besonders für ein kräftigeres Aroma sorgt. Tatsächlich schmeckt das Eis insgesamt vollmundiger und überreizt auch nicht die Zunge mit dem xten zusätzlichen Geschmacksstoff.

Ohnehin ist dem Eiskenner der intensive wie natürlich Geschmack seiner Eissorten ein Herzensanliegen. In Zeiten, in denen Lebensmittelkonzerne schonmal Vanille-Geschmack aus Fichte oder Gelbwurz zusammenbrauen, achtet Heil bei den Zutaten darauf, dass diese ohne industrielle Zusatzprodukte auskommen. Seine Molkereiprodukte (Milch, Quark, Sahne, Joghurt) kommen aus der Bio-Bliesgau-Molkerei in Ommersheim. Er verwendet nur reifes, gesundes Obst. „Für das Eis ist der Reifegrad der Früchte ausschlaggebend“, erklärt er. Je besser die im Saft sind, desto intensiver sei auch der Geschmack. „Die Früchte kaufe ich so weit es geht regional“, so Heil.

Zwölf Eissorten gibt es auf der Karte, davon sechs das ganze Jahr über. Vier wechseln je nach Saison und zwei sind ganz flexibel. Die Fruchteis-Sorten sind allesamt vegan und laktosefrei, betont Heil. Möglich mache dies eine spezielle Rezeptur, die auf Wasser beruht. Darunter sind auch so feine Sorten wie Gurke, Rhabarber oder Quitte, die keineswegs wässrig schmecken, sondern richtig saftig.

Aber wer ist nun eigentlich dieser Henry? „Das ist mein Hund“, erklärt der gelernte Großhandelskaufmann. Der Vertrauen erweckende Vierbeiner leckt sich angesichts der drei Bällchen in der Waffel voller Vorfreude über die Schnauze.

Henry's Eismanufaktur, Kappenstr. 1, Saarbrücken, Tel. (06 81) 93 87 72 07; Internet: www.henrys- eismanufaktur.de

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