B51 Saarbrücken Richtung Trier zwischen Mettlach und Abzweig nach Saarhölzbach Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (19.10.2018, 14:36)

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Wasserlachen und Abfall am Saarbahn-Haltepunkt Bübingen sorgen für Ärger

Am Bübinger Bahnhof türmen sich seit Monaten Müllsäcke. Das empört auch Leser-Reporter Joachim Stempel. Foto: Becker&Bredel

Am Bübinger Bahnhof türmen sich seit Monaten Müllsäcke. Das empört auch Leser-Reporter Joachim Stempel. Foto: Becker&Bredel

Ein Dutzend blauer Plastiksäcke, aus denen Laub und Abfall nur so überquillt, steht vor dem Bübinger Bahnhof. Dosen, Pappbecher, Glasflaschen und Pizzaschachteln liegen am Bahngleis und rund um das Wartehäuschen in Richtung Saargemünd auf dem Boden. Der Zustand der Saarbahn-Haltestelle hat sich laut SZ-Leserreporter Joachim Stempel seit Herbst vergangenen Jahres nicht verändert. „Der Inhalt der Säcke fängt langsam an, sich zu verselbstständigen“, sagt er. Er habe bereits bei einer Bürgerversammlung 2015 in Güdingen auf die Situation aufmerksam gemacht. Die Bahnhöfe in Güdingen und Bübingen sollen 2017 behindertengerecht umgebaut werden (die SZ berichtete). Gegen die Verunreinigung werde aber offensichtlich nichts getan, meint Stempel. An diesem Wochenende erwartet der Bübinger Besuch von Bekannten, die das erste Mal in Saarbrücken sind. Doch anstatt mit der Saarbahn zu fahren, will er jetzt mit dem Auto seine Gäste kutschieren. „Der Bahnhof versinkt im Dreck“, sagt er, das wäre doch ein armseliger erster Eindruck von der Landeshauptstadt. Zudem sei das Aussteigen ohne Gummistiefel nicht zumutbar. „Mir tun die älteren Menschen, Behinderte und Rollatorfahrer leid. Sie müssen beim Aussteigen voll in die Wasserlachen treten, die sich regelmäßig nach Regenschauern bilden“, schildert Stempel. Es müsse endlich gehandelt werden.

Das sieht auch Bezirksbürgermeister Daniel Bollig ( CDU ) so: „Ältere Menschen und Behinderte verlieren auf dem matschigen Untergrund schnell das Gleichgewicht, da muss etwas passieren, bevor sie im schlimmsten Fall stürzen.“

Bollig will sich dafür einsetzen, dass der Bahnsteig so schnell wie möglich mit festeren Stoffen aufgefüllt wird. Auch die Verunreinigung des Bahnhofs muss laut Bollig ein Ende haben. Er habe bereits selbst Hand angelegt. „Ich habe vergangene Woche einen Teil des Mülls eingesammelt“, erzählt der Bezirksbürgermeister. Und auch die ehrenamtlichen Reinigungskräfte von der jährlichen Frühjahrsputz-Aktion „Piccobello“ sollen demnächst den Bahnhof von Müll befreien. Doch eine dauerhafte Lösung sei das auch nicht. Laut einem Bahnsprecher wird der Haltepunkt zweimal pro Woche gereinigt. Den Dreck hinterlassen dem Bahnsprecher zufolge Menschen, die ihren Hausmüll an den Haltestellen abladen. „Wir möchten an die Vernunft und Einsicht der Bürger appellieren, dies in Zukunft zu unterlassen“, teilt die Bahn auf Anfrage mit. Verbesserungen an den Bahnsteigen seien bereits seit November in Vorbereitung. Die Wasserlachen sollen durch das Auffüllen mit Splitt vermieden werden. Die Arbeiten seien aber aktuell unterbrochen. „Wenn die Starkregen-Saison vorbei ist, machen wir weiter“, teilt die Bahn mit.

Wenn Sie Interessantes zu erzählen haben, hinterlassen Sie eine Sprachnachricht unter Tel. (06 81) 5 95 98 00, mailen Sie an leser-reporter@sol.de oder nutzen Sie das Formular.

 

Meinung:

Schandfleck für Saarbrücken

Von SZ-Redaktionsmitglied Sarah Umla

Zweimal die Woche wird der Bübinger Bahnhof laut der Deutschen Bahn von Müll und Dreck befreit. Das Bild, das sich an der Saarbahn-Haltestelle jedoch bietet, ist ein ganz anderes: Verpackungen, die auf dem Bahnsteig oder am Wartehäuschen vor sich hin verrotten, und Müllsäcke, die nur so von Abfall überlaufen. Regelmäßig gereinigt wird dort augenscheinlich nicht. Und auch, dass das Ausbessern der Bahnsteige sich jetzt schon seit gut drei Monaten hinzieht, ist nicht hinnehmbar. Denn die Wasserlachen und der matschige Untergrund an dem Bübinger Bahnhof stellen vor allem in der Starkregen-Saison eine Gefahr für die Bevölkerung dar. Denn ältere und behinderte Menschen können sich dort ernsthaft verletzen. Es muss endlich etwas passieren, sonst bleibt der Bübinger Bahnhof ein Schandfleck für die saarländische Landeshauptstadt.

Doch allein die Schuld der Deutschen Bahn zuzuschieben, reicht lange nicht aus. Vor allem die Verunreinigung der Saarbahn-Haltestelle ist der Bevölkerung zuzuschreiben. Diese muss endlich lernen, vernünftig und bewusst mit ihrer Umwelt umzugehen und die Natur zu schätzen.  

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