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Wegen EU-Vorschrift: Aus für Freiwillige Feuerwehr an Saar?

"Das wäre der Tod für das Ehrenamt und für die Freiwillige Feuerwehr", sagt Völklingens Wehrführer Herbert Broy. Er ärgert sich außerdem: "Ich lasse mir doch meine Freizeit nicht vorschreiben." Dann müsse ja bei jedem einzelnen Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau genau erfasst werden, wer wie viele Stunden gearbeitet habe. Wenn es wegen einer Beschränkung des Ehrenamtes dazu käme, dass die freiwilligen Feuerwehrleute durch Profis ersetzt werden müssten, dann sei das unbezahlbar. Broys Großrosseler Amtskollege Friedrich Schido sieht die 48-Stunden-Beschränkung ebenfalls kritisch. "Einen Übungsbetrieb und Zusatzaufgaben wie bei der Trofeo könnten wir dann vergessen", sagt er. Und fährt fort: "Den Einsatzbetrieb könnten wir vielleicht noch aufrechterhalten, aber welchen Sinn macht das, ohne vorher geübt zu haben?"

Völklingens Oberbürgermeister Klaus Lorig bezeichnet den Plan des EU-Sozialkommissars als "völlig realitätsfremd". Dies hätte zur Folge, dass die Kommunen Berufsfeuerwehren aufbauen müssten. Die Stadt Völklingen müsse dann jährlich mindestens rund zwei Millionen Euro für Personalkosten bei zirka 40 Stellen aufbringen. Und trotz einer Berufsfeuerwehr müsse weiterhin für größere Einsätze und zur Einhaltung der gesetzlich festgelegten Hilfsfristen auch eine Freiwillige Feuerwehr unterhalten werden.

Großrosselns Bürgermeister Jörg Dreistadt sagt, dass er erst einmal erschrocken gewesen sei, als er von den Brüsseler Vorhaben gehört habe. Nun sagt Dreistadt: "In meiner Brust schlagen da zwei Herzen." Zum einen könne er die Probleme der Arbeitnehmer verstehen, die tagtäglich im Beruf stünden und nach dieser Belastung womöglich abends noch zu einem Einsatz müssten. Sehe er die Problematik aber als Bürgermeister und Chef der Feuerwehr Großrosseln, komme er zum Schluss: "Für eine Gemeinde wie die unsere ist das doch nicht zu leisten." Er fragt: "Wie soll das gehen, wenn ein Notruf eingeht? Sollen wir dann erst abfragen, wann die Feuerwehrleute von der Arbeit gekommen sind und wie viele Stunden sie in der Woche schon geleistet haben?"

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