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Wehrdener kämpfen ums Saarfest

Nachrichten aus dem Raum Völklingen

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Manfred Schu (79), Wehrdener Urgestein, erhielt in der Sitzung als Vertreter der IG Wehrden das Wort und nutzte die Gelegenheit zu einem regelrechten Donner-Beitrag. Die Wehrdener seien zunächst in anderen Stadtteilen belächelt worden, als sie 1999 („noch auf der Baustelle des Brückenkopfes“) das erste Saarfest organisierten. Das Fest suche inzwischen seinesgleichen, und die Helfer arbeiteten für das, was die Vereine einnähmen, „nachts bis zwei, drei Uhr, um dann morgens ab Sieben wieder den Unrat aufzuräumen“. Kritik und Ansprüche von außerhalb an die Wehrdener wies Schu zurück: „Es ist Aufgabe jedes Stadtteils, seine Feste selbst zu organisieren.“

Nachdem die Stadt Völklingen immer noch keinen gültigen Haushaltsplan hat, war das Saarfest 2013 aus Restmitteln des Vorjahres finanziert worden.

Oberbürgermeister Lorig sagte in der Sitzung, die Verwaltung schlage nun wegen des allgemeinen Sparzwangs dem Rat vor, den frühere Haushaltsansatz von 90 000 Euro („wir müssen am Bühnenprogramm etwas tun“) ohne strukturelle Veränderung auf 60 000 Euro zurückzufahren. „Mit Unterstützung der IG Wehrden wird es auch weiterhin ein vernünftiges Saarfest geben“, versicherte der Oberbürgermeister. „Die Zuhörer werden das, was sie hier hören, an ihre Vereine weitergeben“, unterstrich Manfred Becker, langjähriger Vorsitzender der IG Wehrden. Widerspruch zu Lorigs Äußerungen hörte man von den Stadtratsmitgliedern nicht.

Die SPD bestand auch nicht mehr auf ursprünglich angeforderten Details. Lorigs zuständiger Fachbereichsleiter Kurt Kasper sagte, aus „vertraglichen Gründen“ könne er in öffentlicher Sitzung nur „Kostenblöcke“ nennen. Laut Kasper entstanden 2012 Gesamtkosten von rund 130 000 Euro, wobei rund 83 000 Euro von der Stadt kamen und 47 000 Euro über Sponsoren und Standgebühren bestritten wurden. Die Bilanz für 2013 liege noch nicht abschließend vor.

Paul Hommes (SPD) fragte noch, warum fürs Lauterbacher Dorffest keine Haushaltsreste zur Verfügung gestanden hätten. Fachdienstleiter Karl- Heinz Schäffner entgegnete, das Saarfest werde aus einer anderen („nicht übertragbaren“) Haushaltsposition finanziert.

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