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Weniger Weihnachtgeld für Saargummi-Mitarbeiter

Die Übernahme von Saargummi durch den chinesischen Konzern CQLT ist perfekt. Doch ganz Reibungslos läuft der Übergang nicht - wie die Belegschaft jetzt zu spüren bekommt.

Die Übernahme von Saargummi durch den chinesischen Konzern CQLT ist perfekt. Doch ganz Reibungslos läuft der Übergang nicht - wie die Belegschaft jetzt zu spüren bekommt.

Wadern. Neuer Ärger bei Saargummi in Wadern-Buschfeld. Die Mitarbeiter des Autozulieferers müssen auf ausstehende Zahlungen aus der Insolvenzzeit zunächst verzichten. Demnach wird Mitte November wohl weniger Weihnachtsgeld auf ihr Konto überwiesen als erwartet. Auch Urlaubsgeld stehe noch aus. Es fehle der Betrag, auf den die Beschäftigten in diesem Jahr bis Anfang Juni, bis zum Zeitpunkt der Übernahme durch den chinesischen CQLT-Konzern, Anrecht erworben haben. Dies teilten der Saarbrücker Insolvenzverwalter Udo Gröner und das neue Unternehmen Saargummi mit. Insgesamt geht es Gröner zufolge um eine Summe von 900 000 Euro.

Nach seiner Darstellung erhebt die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), der größte Gläubiger der früheren, insolventen Firma, Ansprüche auf das Geld. Es sei Teil der Sicherheiten, die der Ex-Eigner, der Finanzinvestor Odewald & Compagnie, der Bank gegeben habe. Solange der Fall nicht geklärt sei, müsse er die fragliche Summe zurückhalten, sagte Gröner. Andernfalls drohten ihm Regressforderungen. Saargummi-Chef Detlev Bartels- Kromrey kritisiert die Auseinandersetzung zwischen dem Insolvenzverwalter und der LBBW. Beide Parteien könnten sich nicht auf die Verwendung des Erlöses einigen, der beim Verkauf des insolventen Saargummi- Gruppe an CQLT erzielt wurde.

Der Geschäftsführer wirft Gröner vor, der Verpflichtung, die Ansprüche der Arbeitnehmer zu begleichen, bisher nicht nachgekommen zu sein. „Die jetzige Situation ist unerträglich und darf nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden“, so Bartels-Kromrey in einer Presseerklärung. „Wir dringen ausdrücklich darauf, dass sich die Parteien wieder an einen Tisch setzen, um schnellstmöglich zu einer Lösung zu kommen.“ Dass die LBBW das Geld mit Recht fordert, bezweifelt Gröner. Er kündigte weitere Verhandlungen mit der Landesbank an. Das Kreditinstitut hat nach SZ-Informationen im Zuge der Saargummi- Insolvenz rund 200 Millionen Euro abschreiben müssen. mzt

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