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Wird Bitburger-Bier 2012 teurer?

Von SZ-Redakteur Thomas Sponticcia

Bitburg. Rund 25 Prozent der von der Bitburger-Brauerei belieferten Kneipen im Saarland, in denen früher das Rauchen erlaubt war, haben seit dem Rauchverbot aufgeben müssen. Darauf verweist Werner Wolf, Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger-Braugruppe. Insgesamt beliefert Bitburger nach Angaben von Wolf derzeit rund 4500 Kneipen an der Saar. Es sei ein massives Kneipensterben zu beobachten, in ländlichen Gebieten genauso wie in den Städten. Viele Gäste zögen sich mittlerweile lieber in die eigenen vier Wände zurück, weil sie sich das Rauchen nicht verbieten lassen wollten. Dadurch gehe auch ein großes Stück öffentlicher Kommunikation verloren. „Den gesetzgeberischen Ansatz, das Rauchen zu verbieten, halte ich generell für bedenklich. Der Bürger ist mündig genug, selbst zu entscheiden“, sagt Wolf.

Dagegen befürwortet der Brauereichef ausdrücklich, dass Autofahrer keinen Alkohol zu sich nehmen. Und dass sich Jugendliche an die gesetzlichen Vorgaben halten, keinen Alkohol zu konsumieren. Deshalb finde auch keine gezielte Ansprache von Jugendlichen durch die Brauerei statt.

Wegen der abnehmenden Bevölkerungszahl und einem folglich schrumpfenden Biermarkt erwartet Wolf einen harten Verdrängungswettbewerb unter den deutschen Brauereien, von denen noch 1316 mit insgesamt 5000 Marken existierten. Um in einem schrumpfenden Markt dennoch mehr Kunden zu gewinnen, „wollen wir auch an der Saar unsere Marktanteile weiter steigern. Wir kämpfen um jedes Gastronomieobjekt, um jedes Stadt-,Vereins- und Schützenfest“, kündigt Wolf an. Zumal das Saar-Engagement insgesamt gut laufe. „Das Saarland macht uns Spaß.“ Die Region sei 1950 noch zu französischer Zeit „zu unserer ersten Exportregion überhaupt geworden“.

Heute mache Bitburger seinen Hauptumsatz in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Nordrhein-Westfalen. Auch das seit zwei Jahren andauernde Fußball-Sponsoring des 1. FC Saarbrücken habe die Erwartungen erfüllt und zu einer deutlich stärkeren Verbreitung von Bitburger-Bier an der Saar geführt. Fußball bleibe für Sponsoring weiter die attraktivste Adresse.

Sorge bereitet Wolf, dass die Discounter bundesweit den Bierverkauf von Premium-Marken mit Aktionen zu besonders günstigen Preisen als Lockmittel nutzen, um für mehr Kunden in den Märkten zu sorgen. Dieser Trend sei seit 2005/2006 zu beobachten und schade langfristig auch Bitburger als Marke, so Wolf. Gegen diese Praxis könne man nichts ausrichten, da die Brauereien nach Kartellrecht nur unverbindliche Preisempfehlungen abgeben dürfen. Seit 2008 habe Bitburger die Preise nicht erhöht. Das werde sich 2012 mit höchster Wahrscheinlichkeit ändern, da es nicht länger möglich sei, die stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise aufzufangen.


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