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Wolf-Garten-Mitarbeiter bangen um Jobs

Dabei hatte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Wolf-Garten-Gruppe Jürgen Hörmann noch vor nicht einmal eineinhalb Jahren vollmundig angekündigt, das Unternehmen wolle in seine beiden Standorte Betzdorf und St. Wendel bis 2012 "eine zweistellige Millionensumme in eine moderne High-Tech-Fertigung" investieren. Jetzt aber bestellte das zuständige Betzdorfer Amtsgericht den ortsansässigen Rechtsanwalt Klaus Ortmüller zum Insolvenzverwalter.

"Die Probleme haben sich angedeutet", sagte der Neunkircher IG-Metall-Sekretär Simon Geib. Offenbar habe sich ein Investor "verzockt", vermutet er. Zudem bestehe bereits seit drei Jahren ein Sanierungstarifvertrag, der kürzlich um ein halbes Jahr verlängert worden sei. "Schlimm" nannte er auch die Informationspolitik der Wolf-Garten-Geschäftsführung in Betzdorf: "Die Belegschaft hat von der Insolvenz aus dem Internet erfahren." Die St.  Wendeler Betriebsratsvorsitzende Barbara Dörr wollte die Insolvenz des Unternehmens nicht kommentieren, bestätigte aber, dass die Mitarbeiter nun um ihre Arbeitsplätze bangen.

In der St. Wendeler Werkstraße werden Gartenhandgeräte und Scheren, von den kleinen Handgartenscheren bis zu vier Meter langen Baumscheren, sowie Metall-Bauteile, zum Beispiel Messer und Achsen für die Wolf-Garten-Rasenmäher, hergestellt. Der Jahresumsatz soll allein im St. Wendeler Werk bei etwa 25 Millionen Euro liegen. Gleichwohl muss das Unternehmen nicht rentabel genug gewesen sein - wofür das nun eröffnete Insolvenzverfahren sprechen dürfte.

© WhatsBroadcast
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