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Wundnetz Saar: Wer chronische Wunden hat, bekommt hier Hilfe

„Das Besondere unseres Wundnetzes besteht darin, wenn eine Wunde nach drei Wochen nicht abheilt, einen zweiten, dem Wundnetz angehörigen Behandler einzuschalten“, erklärte Frank der SZ. Konkret soll das so ablaufen: Zum Beispiel stellt ein Wundtherapeut eine chronische Wunde fest. Falls der Zustand der Wunde nach dreiwöchiger Behandlungszeit unverändert geblieben ist, muss er einen zweiten Behandler seiner Wahl hinzuziehen. „Es soll vermieden werden, eine Hierarchie zwischen den medizinischen Akteuren aufzubauen. Wichtig ist, dass der Erstbehandler einen Therapeuten seines Vertrauens hinzuzieht“, so Frank. Innerhalb von 24 Stunden soll der zweite Behandler reagieren.

Gemeinsam müssten Erstund Zweitbehandler dann festlegen, wie die Wunde weiter behandelt werden kann, sagte Frank. Sollte binnen drei Wochen die Wunde noch nicht abgeheilt sein, ziehe man einen dritten Behandler hinzu. „Für den Fall, dass danach weiterhin der Wundstillstand besteht, müssen sich alle drei Behandler überlegen, welche Ursachen dafür verantwortlich sind“, sagte der Diabetologe. Jeder, der die chronischen Wundpatienten zuerst behandelt, würde sich durch dieses Prozedere anstrengen bei der Behandlung erfolgreich zu sein, so Frank. Jene Kliniken, die die chronischen Wundpatienten weiter behandeln, sollen Mitglieder des Wundnetzes sein und deshalb nach den gleichen Standards wie das Wundnetz arbeiten. „Alle Informationen zu einer Wunde und entsprechende Therapien wurden als Behandlungsstandards erarbeitet und werden an den jeweils Weiterbehandelnden weitergegeben – das Einverständnis des Patienten und des behandelnden Hausarztes vorausgesetzt“, erläuterte Frank.

Auf der Internet-Seite des Wundnetzes Saar (www.wundnetz- saar.de) können Patienten und deren Angehörige per EMail ihre Probleme mit den Wunden schildern oder Fragen stellen. „Jeder kann sich dort einbringen und erhält in Kürze eine Antwort“, unterstrich Frank. Patientenverbände wie etwa der Deutsche Diabetiker Bund im Saarland seien bereits darüber informiert worden.

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