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Yvonne Ploetz führt jetzt Blieskasteler Kneipe „Ackermann“

Von einer Bundestagsabgeordneten zur Kneipenpächterin: Yvonne Ploetz hat vor einigen Wochen die Gaststätte „Ackermann“ in der Schlossbergstraße 1 in Blieskastel übernommen. „Mir geht’s momentan so richtig gut“, erklärte die Ex-Linke-Abgeordnete im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Nach den innerparteilichen Querelen um den saarländischen Spitzenplatz bei der Bundestagswahl, als Yvonne Ploetz schließlich gegen Thomas Lutze den Kürzeren zog und lediglich chancenlos als Direktkandidatin im Wahlkreis Homburg antrat, hat sie nach kurzer Renovierungspause die Blieskasteler Kultkneipe wieder eröffnet. „Auf die gemütliche Atmosphäre der kleinen Bar treffen mit Yvonne Ploetz und ihrem Team nun poppige Südsee- Farben, der Flair der 50er Jahre und viel Johnny Cash“, so die Wirtin auf ihrer Internetseite (www.ackermann-blieskastel.de). Hier sind auch die Termine für die nächsten Wochen aufgeführt: handgemachte Musik, Rock von hart bis zart und auch ausgefallene Electro- Events. Zur „Ackermann“-Eröffnung – „Öffnungszeiten täglich von 11 Uhr bis Ende“ – hatte auch Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener der neuen Pächterin gratuliert.

Für die 29-jährige Yvonne Ploetz aus Bliesdalheim, die mittlerweile im eigenen Haus in Breitfurt wohnt, ist der „Ackermann“ kein Neuland, denn sie habe als Studentin hier bereits gejobbt, wie sie am Dienstag beim Besuch in der Redaktion Blieskastel erzählte. „Unsere Getränkepreise liegen einige Cent über dem in Blieskastel üblichen Schnitt. Nicht, wegen der berühmten goldenen Nase, sondern weil jede und jeder in unserem zehnköpfigen Team einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde erhält. Eine Anhebung auf zehn Euro ist vorgesehen, sobald alles läuft“, so Ploetz, die Linke-Vorsitzende in Blieskastel ist und auch im Kreisvorstand der Partei mitwirkt. Die Politikwissenschaftlerin hat aber noch andere Pläne. Im kommenden Jahr wolle sie promovieren zum Thema „Jugendarbeitslosigkeit in Europa“. Auch Stellenangebote lägen ihr vor, sie habe aber noch nichts unterschrieben. Das Engagement im „Ackermann“ solle aber auf alle Fälle kein kurzfristiges sein, zumal sie das Saarland auch aus beruflichen Gründen nicht mehr verlassen wolle.

„Ich fühle mich hier unter all meinen Freuden richtig wohl“, so Yvonne Ploetz, die Anfang 2010 als Studentin für Oskar Lafontaine als Abgeordnete der Linken in den Bundestag nachgerückt war.

© WhatsBroadcast
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